Thaddäus Troll nimmt an seinem 100. Geburtstag nicht teil

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Aber wir, die Stadt Stuttgart, die Stadtbibliothek, der VS-Baden-Württemberg, Weggefährten und Künstler, wir feiern und gehen auch hin. 

Die Reihe der Veranstaltungen ist lang. Den Veranstaltungskalender finden Sie hier auf der Seite der Stadt Stuttgart. Unter dem Link „Veranstaltungen“ finden Sie die Termine.

Thaddäus Troll wurde am 18. März 1914 als Hans Bayer in Cannstatt als Sohn eines Seifensieders geboren, der seinen Laden in der Martkstraße hatte. Bayer verstand sich als politisch aktiver Autor. Er unterstützte zusammen mit Günter Grass, Heinrich Böll und Klaus Staeck die SPD im Willy-Brandt-Wahlampf. 
„Haben Sie den Mut zu einer klaren Absage an den Staatskapitalismus, den Mut zum Widerstand gegen die Pressionen der internationalen Konzerne, den Mut zum Widerspruch gegen die Panikmacher, aber auch den Mut zur klaren Abgrenzung gegen die vom Modergeruch sozialistischen Aberglaubens umdünsteten Systemveränderer. Ihr Wähler erwartet von Ihnen eine Abkehr von der Mauschelei um Ämter als Sinekuren für ausgediente Funktionäre. Nicht das Parteibuch sollte als Fahrkarte zu Amt und Würden dienen. Die SPD kann sich erlauben, an den richtigen Platz den besten Fachmann zu setzen, auch wenn der kein Parteibuch hat.” (Hans Bayer 1974 vor der SPD Bundestagsfraktion)

Am 5. Juli 1980 nahm sich Hans Bayer, alias Thaddäus Troll, der an einer Depression litt, das Leben und wurde auf dem Steigfriedhof in Cannstatt beerdigt. Wer wurde 66 Jahre alt.

Troll saß für den Süddeutschen Schriftstellerverband ab 1959 im Rundfunkrat des Süddeutschen Rundfunks, war bis 1979 stellvertretender Rundfunkratsvorsitzender und danach als Vorsitzender des Fernsehausschusses der ARD ein wichtiger Förderer für Dialekt und junge Autor/innen im Hörfunk und Fernsehen. Von 1969 bis 1977 war er Vorsitzender des VS Baden-Württemberg, den er in den Gesamtverband deutscher Schriftsteller führte. Dort war er ab 1970 stellvertretender Vorsitzender.  

Ich bin entsetzt, Frau Lewitscharoff

Sybille Lewitscharoff
 Foto: Wikipedia 

Ich sage dies zu allererst in meinem eigenen Namen, zugleich aber auch als Vorsitzende des Verbands deutscher Schriftsteller Baden-Württembeg, wenngleich ohne dafür einen Auftrag von den Mitgliedern des Verbands bekommen zu haben. 

Ich bin entsetzt über die Rede, die die Büchnerpreisträgerin 2013, Sibylle Lewitscharoff, am Sonntag in Dresden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dresdner Reden“ gehalten hat. 

Die ehemalige Schülerin des Stuttgarter Heidehof-Gymnasiums hat dabei Worte gebraucht, die mir Angst machen. Und zwar, weil sie bestimmte Menschen zu „Nicht-Menschen“ erklärt. Nämlich solche, die aus künstlicher Befruchtung entstanden sind.

Zweifelhafte Geschöpfe
Abscheu äußerst Lewitscharoff für Kinder, die im Reagenzglas gezeugt wurden. Sie nennt sie „Halbwesen“, „zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas.“ Und weiter: „Das ist gewiss ungerecht, weil es den Kindern etwas anlastet, wofür sie rein gar nichts können. Aber meine Abscheu ist in solchen Fällen stärker als die Vernunft. Wie verstörend muss es für ein Kind sein, wenn es herausbekommt, welchen Machinationen es seine Existenz verlangt“. Um künstliche Befruchtung künftig zu verhindern, solle man Onanie verbieten.

Der Nazivergleich
Und wie vielen Menschen, die ihre Abscheu einem Verhalten gegenüber bekräftigen und sie rechtfertigen wollen, sucht sie einen Vergleich, der das vermeintlich Schändliche objektivieren soll, und findet ihn im Nationalsozialismus. „Angesichts dieser Entwicklungen kommen mir die Kopulationsheime, welche die Nationalsozialisten einst eingerichtet haben, um blonde Frauen mit dem Samen von blonden blauäugigen SS-Männern zu versorgen, fast wie harmlose Übungsspiele vor.“

Sexueller Fundamentalismus
Da kommt es fast harmlos daher, dass sie Sexualität, die nicht der Zeugung im Mutterleib dient, verboten sehen will, nämlich einen so harmlosen Akt wie Onanie. Was ist los bei uns? Ist das der Backslash religiös verquasten Fundamentalismus, der neuerdings in Baden-Württemberg schon dagegen zu Felde zieht, dass das Thema sexuelle Vielfalt in der Schule thematisiert werden soll? Dürfen wir das Andere in Deutschland neuerdings wieder unter Applaus reaktionärer Kreise rhetorisch aus dem Dorf jagen?

Wohin wird dieser Weg uns führen?

Der Chefdramaturg des Schauspielhauses, Robert Koall, hat einen Offenen Brief verfasst, den er mit den Worten beendet: „Ihre Worte sind nicht harmlos, Frau Lewitscharoff. Aus falschen Worten wird falsches Denken. Und dem folgen Taten. Deshalb sind es gefährliche Worte.“

Dem schließe ich mich an.
Christine Lehmann

P.S.: Ihre Rede dauerte eine Dreiviertelstunde und ist eine persönliche Schilderung ihres Verhältnisses zum Tod und zum Leben. Sie thematisiert vieles, bei dem viele von uns zustimmend nicken werden. Wie wollen wir sterben? Wie viele lebensrettende Maßnahmen sind notwendig. Mit Sprachmacht verunglimpft sie alles, was ihr zu eigenwillig, zu egoistisch, zu selbstbestimmt erscheint. Selber kinderlos geißelt sie die heutigen Wege von Paaren (auch lesbischen), sich einen Kinderwunsch zu erfüllen. Für Sie alles „Widerwärtigkeiten“, die vom „Teufel ersonnen“ sind.

Nein, Frau Lewitscharoff, es ist nicht leicht, die Dinge zu begreifen und das Andere zu verstehen. Und das Dilemma etwa von lebenserhaltenden Maßnahmen ist nicht zu lösen. Die Medizin ist ein Segen oder ein Fluch. Ja, wir muten uns viel zu, weil wir mehr technische Möglichkeiten haben, die von uns mehr Entscheidungen erfordern. In der Tat stellen uns pränatale Diagnosen einer schweren Erkrankungen vor schwierige Entscheidungen, für die weder wir persönlich noch unsere Gesellschaft genug Weisheit besitzen.

Aber alte Antworten helfen nicht. Wir können uns nicht in Zeiten zurückwünschen, in denen die Wissenschaft weniger Möglichkeiten der Heilung zu Verfügung stellte und Menschenleben – das von Kindern oder Alten – schwerer zu retten waren. Die Sehnsucht nach Einfachheit ist verständlich, aber sie ist einer Schriftstellerin nicht würdig. Wissenschaftsfeindlichkeit ist eine gefährliche Dummheit

Offener Brief 
Glosse in der Zeit

Rede im Wortlaut (43 Min) (Was mich entsetzt, sagt sie ab etwa 17 Minuten vor Ende)

SCHRIFTSTELLEN – Hommage an Thaddäus-Troll

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Literarische Geburtstagsfeier zum 100. Geburtstag mit Trägern des Thaddäus-Troll-Preises

18. März 2014 

17.00 bis 21.00 Uhr
Stadtbibliothek am Mailänder Platz Stuttgart, Max-Bense-Saal

Thaddäus Troll hat sich Zeit seines Lebens für die Förderung von Schriftstellerkollegen und – Kolleginnen eingesetzt. Der Thaddäus-Troll-Preis, der jährlich vergeben wird, trägt daher seinen Namen. 

Die Preisträger Martin von Arndt, Thommie Bayer, Anna Breitenbach, Michael Buselmeier, Martin Gülich, Matthias kehle, Carmen Kotarski, Annette Pehnt, Walle Sayer, Susanne Stephan, Markus Weber, Rainer Wochele, Eva Christina Zeller und Joachim Zelter laden zu einem Lesemarathon ein und lesen aus neuen Texten. 
Grußwort: Eleonore Lindenberg
Eine Veranstaltung des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Stuttgart, dem Stuttgarter Schriftstellerhaus und dem Verband deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg.

Soeben erschienen – Carsten Otte

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Warum wir
Klöpfer & Meyer

Hier der Pressetext des Verlags:
Ein Paar zwischen der Sehnsucht nach dem eigenen Kind und der Wirkmacht pränataler Diagnostik. Hin- und hergerissen im verzweifelten Versuch, weder die Gerätemediziner noch den lieben Gott über ein Leben auf Erden entscheiden zu lassen. Welch ein Dilemma, welch tragische Überforderung. Ein Sozialdrama. Ganz aus der Sicht des Vaters: Eine Art »Schauer«-Roman, wie ihn das Leben schreibt.

Ein sommerlicher Tag am Baggersee. Es schmeckt nach Pommes, Kinder spielen im Wasser. Jan und Nina genießen das Familienidyll. Er freut sich, zum ersten Mal Vater zu werden, und sie ist glücklich, dass ihre dritte Schwangerschaft gut verläuft. Eher beiläufig erwähnt Nina einen Termin: Babyfernsehen und Bluttest, sagt sie, dann sind wir auf der sicheren Seite. Doch die Ultraschall- bilder liefern erste Hinweise auf Fehlbildungen. Nach quälenden Untersuchun- gen steht die Diagnose fest: Trisomie 13, Pätau-Syndrom. Und jetzt? Was tun?
Nina möchte ihr Kind abtreiben. Jan aber will seine Tochter nicht aufgeben. Ein Alptraum beginnt.
Wer hat das Recht, sagt er, den Tod des Kindes zu beschließen? Aber soll das behinderte Kind, sagt sie, auf die Welt kommen, um womöglich zu leiden? Beide Argumente greifen nicht – und verschwimmen in Tränen.

»Carsten Otte nähert sich seinem traurigen Romanhelden mit großem Einfühlungs- vermögen. Seine besondere Kunst besteht darin, das Leid und die Sorgen der Menschen in virtuos unterhaltsamer Sprache einzufangen. Und weil der Autor gerade in düsteren Szenen die komischen Momente herausarbeitet, ist es eine unheimliche Freude, Carsten Otte zu lesen.« Jochen Schimmang

Carsten Otte
1972 in Bonn geboren, studierte Philosophie in Berlin und lebt als Radiojournalist und Buchautor in Baden-Baden. 2004 erschien mit gehörigem Erfolg sein Debütroman »Schweineöde«. Es folgten Prosatexte in Anthologien und Zeitschriften und der Roman »Sanfte Illusionen« (2008) und der Essay- band »Goodbye Auto« (2009). Carsten Otte wurde vielfach gefördert, etwa durch das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg und zuletzt für die Arbeit am neuen Roman »Warum wir«, vom Land Schleswig-Holstein.
www.carsten-otte.com

Manifest der europäischen Buchbranche zu den Europawahlen

VS+Schillers+Reisefede

Bücher sind maßgebend für Teilhabe

Der europäische Autorenverband EWC, die Verlegerföderation FEP und die europäische Buchhändlervereinigung EBF legen anlässlich der Europawahlen 2014 ein Manifest vor − für das Buch als Transportmittel demokratischer Werte. Einige Forderungen:  Ein einheitlicher Steuersatz für gedruckte und digitale Bücher, ein faires Urheberrecht und einen fairen Wettbewerb. 

„Bücher verbreiten Ideen, nähren den Geist und lassen die Meinungsfreiheit wahr werden“, heißt es zu Beginn des gemeinsamen Manifests vom European Writers‘ Council (EWC), der Federation of European Publishers (FEP) und der European Booksellers Federation (EBF). Die Bürger müssten Zugang zu Büchern haben, um die demokratischen Werte Europas nachvollziehen zu können. Bücher seien maßgebend für die Europäer, um am wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Leben teilhaben zu können. Das gelte insbesondere in Zeiten der Wissensgesellschaft …“

Der neue Normvertrag für Autoren und Verlage

Normvertrag

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der VS haben den Normvertrag für Verlage und Autoren unterschrieben. 

Dies ist eine der Gründe, warum es einen starken VS geben muss und er für die Autorinnen und Autoren in Deutschland gut ist. Der VS in ver.di ist der Verhandlungspartner für den Buchhandel und die Verlage. Er handelt zum Beispiel die Normverträge aus, die Verlage mit Autoren schließen sollten.

Hier der Link zum Normvertrag.
Er steht aber auch dauerhaft auf unserer Seite unter dem Link rechts oben.

Neu überlegt wurde Paragraf 8. Es geht um die Frage, wann darf die Autorin oder der Autor den Verlag mahnen, das Werk wieder lieferbar zu machen. Und darum, dass die verfügbare E-Book-Ausgabe den Verlag nicht gänzlich von der Lieferbarkeit der Printausgabe enthebt, was für ihn ein Trick sein kann, den Vertrag immer weiterlaufen zu lassen. (E-Books erzeugen ja keine Lagerkosten.)  Autor/innen müssen ihre Rechte zurückbekommen können, wenn für sie nichts mehr getan wird und das gedruckte Buch nicht mehr lieferbar gehalten wird. Darauf sollten Autor/innen achten, wenn sie einen Verlagsvertrag schließen. Im Kern wird nun geregelt, dass die Autor/innen ihre Rechte am Buch zurückbekommen, wenn der Verkauf von E-Book-Ausgaben innerhalb von zwei Jahren unterhalb einer festgesetzten Mindestmarke bleibt.

Kultur ist keine Freihandelsware

Kulturelle+Ausnahme

Das Urheberrecht und die Buchpreisbindung könnten fallen. 

Der VS und und die Buchverleger wehren sich gegen das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den USA. Denn dabei wird auch über Kultur verhandelt, alles ziemlich geheim. Die Gefahr besteht, dass die europaweite Buchpreisbindung fällt. Das bedeutet den Untergang kleiner Verlage und kleiner Buchhandlungen. Denn billige Bücher werden sich nur die Großen leisten können.

In dem Abkommen soll der Kulturbereich ähnlich wie die Automobilindustrie oder Landwirtschaft behandelt werden. Das geht nicht. Es könnte auch bedeuten, dass das Urheberrecht aufgeweicht wird.

Die Europäische Union verhandelt seit Juli 2013 nicht-öffentlich über das Transatlantische Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP), um Handelsbarrieren in verschiedenen Wirtschaftsbranchen
abzubauen. Nicht einmal der Bundestag weiß über die Einzelheiten Bescheid.

Hier die Presserklärung von VS und Börsenverein (als pdf): 

Kulturelle Ausnahme jetzt!

Der Verband deutscher Schriftsteller in ver.di (VS) und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels verlangen Transparenz bei den aktuellen Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den USA (TTIP). Sie fordern in einer gemeinsamen Erklärung die Bundesregierung und Entscheidungsträger in der EU auf, für die aktuellen Gespräche eine umfassende kulturelle Ausnahme bei der EU-Kommission nachzuverhandeln, den Verhandlungsstand zum Thema Kultur und Medien kontinuierlich offenzulegen, Transparenz für alle Verhandlungsbereiche zu schaffen sowie die Beteiligung der Zivilgesellschaft zu ermöglichen und den deutschen Bundestag in alle Verhandlungsschritte einzubeziehen.
»Kunst, Kultur und Bildung in Europa sind nicht verhandelbar. Es ist nicht nachvollziehbar, dass für den Bereich der Kultur bei den Freihandelsgesprächen bislang keine Ausnahme gemacht wurde. Nachdenklich macht zudem die Intransparenz, mit der verhandelt wird. Wer nichts zu verbergen hat, kann die Öffentlichkeit an den Diskussionen auch beteiligen«, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.
»Als Unterzeichnerstaat muss Deutschland dafür sorgen, dass die UNESCO Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen beim Freihandelsabkommen beachtet wird. Deshalb müssen alle kulturellen Bereiche aus dem Anwendungsbereich explizit ausgenommen werden«, erklärte Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Bundesgeschäftsführer VS in ver.di.

Für den VS und den Börsenverein ist diese Initiative Bestandteil einer künftig engeren Zusammenarbeit bei kulturpolitischen Fragen. Erst im Januar beschlossen beide Interessenvertretungen einen neuen Normvertrag, in dem auch die Rechte der elektronischen Verwertbarkeit geregelt werden. Er wurde heute unterzeichnet.

Berlin, 6. Februar 2014

Kontakt für die Medien:

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Claudia Paul, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 (0) 69 1306-293, E-Mail: paul@boev.de
Thomas Koch, Presse-Referent
Telefon +49 (0) 69 1306-292, E-Mail: t.koch@boev.de

Verband deutscher Schriftsteller
Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Bundesgeschäftsführer
Telefon +49 (0) 30 6956-2327, E-Mail: vs@verdi.de

Rottweiler Stadtscheiberstelle ausgeschrieben

VS+Schillers+Reisefede

Im Jahr 2014 wird die Rottweiler Stadtschreiberstelle zum 14. Mal besetzt.

Für drei Monate (15. September – 15. Dezember) hat ein deutscher oder Schweizer Autor bzw. eine Autorin die Möglichkeit, in der ältesten Stadt Baden-Württembergs zu leben und zu arbeiten. Ein Wohn- und Arbeitszimmer im Bischöflichen Konvikt im Herzen der mittelalterlichen Stadt bietet dem Stadtschreiber bzw. der Stadtschreiberin Entspannung und Inspiration. Betreut und begleitet wird die Stelle vom Kulturamt der Stadt Rottweil.

Erwartet wird die Bereitschaft, während des Aufenthalts bei kulturellen Anlässen der Stadt mitzuwirken und eine vom Konvikt, den städtischen Schulen und interessierten Kreisen der Bevölkerung getragene literarische Jugendschreibwerkstatt zu betreuen.

Das monatliche Salär beträgt bei freier Kost und Unterkunft 1.500 Euro. Dem Stadtschreiber / der Stadtschreiberin steht für die Dauer seines/ihres 3-monatigen Aufenthaltes in der Stadt ein Wohn-/Arbeitszimmer im historischen Gebäude des Bischöflichen Konvikts zur Verfügung. An den Mahlzeiten der Schüler (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) darf er/sie sich als ständiger Gast des Hauses jederzeit beteiligen. Nicht erwartet wird die Teilnahme an kirchlichen und sonstigen internen Veranstaltungen, aber Toleranz und Akzeptanz gegenüber der christlichen Zielsetzung des Hauses sowie eine gewisse Offenheit für die Anliegen der Schülerinnen/Schüler.

Der Stadtschreiber soll nach Vorstellungen der Konviktsleitung ein integraler Bestandteil im Leben des Hauses sein. Residenzpflicht besteht nicht, aber eine gewisse Regelmäßigkeit in der Präsenz (Teilnahme an den Mahlzeiten bspw.) ist erwünscht.

Bewerben können sich Autoren aus dem süddeutschen Raum (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz) sowie deutschsprachige Autoren aus der Schweiz. Die Auswahl erfolgt im Rahmen einer Jury durch das Kulturamt der Stadt Rottweil in Zusammenarbeit mit dem Schriftstellerverband VS Baden-Württemberg.

Bewerbungen
· unter Einreichung einer Biobibliographie und Textproben (max. 10 Seiten)
· bis 15. April 2014
· an: Kulturamt Rottweil,
Stichwort: »Stadtschreiber«
Hauptstr. 23, D – 78628 Rottweil
· oder per e-Mail an: christiane.frank@rottweil.de

Kulinarische Lesung

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mit dem französischen Schauspieler und Slam-Poeten Nico K

Eine kulinarische Lesung, organisiert von Studenten der Hochschule der Medien in Zusammenarbeit mit dem deutsch-französischen Institut Ludwigsburg und der Stadtbibliothek Ludwigsburg.
Am 29.01.2014 laden das deutsch-französische Institut und die Stadtbücherei Ludwigsburg dazu ein, Literatur mit allen Sinnen zu genießen.
Kulinarische Zitate aus deutscher und französischer Literatur werden erfahrbar gemacht indem passende kleine Gerichte serviert werden. Vorgetragen und interpretiert werden die Zitate von Niko K, einem französischem Slam-Poeten und Schauspieler.

Das Studienprojekt: „Cuisine et Littérature/Kulinarische Romane“ findet im Rahmen des Studienganges „Bibliotheks- und Informationsmanagement“ an der Hochschule der Medien in Stuttgart statt. Es soll dazu anregen Literatur mit anderen Sinnen wahrzunehmen und soll an Frankreich interessierten Deutschen einen ungewohnten Einstieg in französische Literatur bieten.

Oft ist der Beginn am Schwersten, doch sind die ersten Seiten in einer anderen Sprache erst gelesen, wird es immer leichter, den Inhalt zu begreifen. Leichter fällt es, wenn Teile des Inhaltes bekannt sind: der Geruch und Geschmack einer Madeleine frisch aus dem Ofen, ein wunderbarer runder Käse – so wird der Genießer zum Teil der Geschichte. Als verbindendes Element zwischen den Völkern werden der Sinn für gute Küche und in beiden Ländern bekannte Texte gesehen.

Eintritt 10 Euro

Im kleinen Saal des Kulturzentrums in Ludwigsburg
am 29.01.2014 um 19:00 Uhr

Kulturzentrum LudwigsburgWilhelmstr. 9/1
71638 Ludwigsburg/Württemberg

Um eine Anmeldung über die Webseite des deutsch-französische Instituts Ludwigsburg  oder per Telefon (07141 – 93030) oder per Fax (07141 – 930355) wird gebeten.Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Martin Villinger, Leiter der Frankreich-Bibliothek (villinger@dfi.de – 07141 – 930335).

VS Baden-Württemberg