Schreibwettbewerb zum 100. Geburtstag von Thaddäus Troll

Thadda%CC%88us+Troll+kopf
Der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg hat folgende Ausschreibung veröffentlicht: 

Schreibwettbewerb zum 100. Geburtstag von Thaddäus Troll

Thema:   SOLIDARITÄT 2014
In Erinnerung an Thaddäus Troll, der sie gelebt hat
Parallelen – Beispiele – Gegenwärtiges

Thaddäus Troll wäre 2014 hundert Jahre alt geworden. Er hat sich immer für die Förderung von Autoren und Autorinnen engagiert. Zur Erinnerung an sein Engagement schreibt der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg, zu dessen Mitbegründern Thaddäus Troll gehört, den Schreibwettbewerb zu dem oben genannten Thema aus.

Der Wettbewerb richtet sich an Autoren und Autorinnen mit erstem Wohnsitz in Baden-Württemberg.  Wir wünschen uns Kurzprosa (10 Seiten) oder Lyrik (5 Gedichte) mit oder ohne Bezug zu Thaddäus Troll.
Die prämierten Texte sollen im Juli 2014 im Rahmen einer Förderkreislesung vorgestellt werden. Die Verständigung der Preisträger erfolgt Ende Juni.


Ausschreibungsbedingungen
Vergabe:                    Autor und Autorinnen mit erstem Wohnsitz in Baden-Württemberg
Art der Förderung:     3 Preise
Kategorie;                   Kurzprosa (max.10 Seiten)
                                   Lyrik (max. 5 Gedichte)
Bewerbungsfrist:       30.4.2014
Vergabe:                    einmalig
Preisgeld:                   je 1000 Euro
Zuwendungsgeber:   Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden – Württemberg
Pro Wettbewerbsteilnehmer ist nur ein Text zugelassen.
Es werden nur deutschsprachige Einsendungen berücksichtigt.
Die Beiträge müssen unveröffentlicht sein.
Pro Seite 30 Zeilen à 60 Zeichen; Schriftgröße: 12 Punkt; Zeilenabstand 1,5 Zeilen
Der Zusendung beigefügt sein muss:
Name, Postanschrift, Telefon-Nummer, Email-Adresse
Eine Liste bisheriger Veröffentlichungen (Als solche werden Bücher gewertet, die nicht im Eigenverlag erschienen sind, sowie Beiträge in Anthologien und literarischen Zeitschriften)
Eine Kurzvita (max. 10 Zeilen)
Die Manuskripte sind in dreifacher Ausfertigung einzureichen
Mit dem Kennwort Thaddäus Troll Wettbewerb (Bitte Kennwort schon auf dem Kuvert vermerken)
Bewerbungsstelle:
Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg
Geschäftsstelle
Vivien van Straaten
Neckarhalde 28
72070 Tübingen

Die Texte verbleiben beim Förderkreis und werden nicht zurückgeschickt.

Neu erschienen von Birgit Heiderich

Heiderich+sterben

Sterben hat seine Zeit

Klöpfer & Meyer
Februar 2014

Auszug aus dem Verlagstext:
Ein Tocherbuch vom Abschied von der Mutter. Eine Geschichte vom Halten, Lassen, Trauern. Vom „Hinterbleiben“.

Leidenschaftlich und doch nüchtern, kompromisslos und doch zärtlich, verzweifelt und doch voll feinem Humor: ein Nach-Ruf, eine Verbeugung.
Ein Mädchen wird traumatisiert durch den Unfalltod des Vaters, die Mutter überlebt. Das Kind glaubt fortan, für die Mutter ganz und gar verantwortlich zu sein. Und dieses Gefühl der Inpflichtnahme und Verantwortung drängt sich der Tochter urplötzlich wieder auf, als die Mutter im Alter schwer erkrankt. Diese Gewissheit, ab jetzt Schritt für Schritt, Wegstück für Wegstück, der Mutter Sterben miterleben zu müssen!

Wie die Tochter versucht, schreibend mit der eigenen Angst fertig zu werden, sie zu bannen, davon erzählt dieses Buch. Birgit Heiderich, ihr Buch, schaut hin. Und wagt es, den Blick nicht abzuwenden, nichts zu verschleiern. Es zeigt, was zu hören und zu sehen und zu ertragen ist, wenn ein Mensch – und eine Mutter dazu – langsam zum Ende kommt, stirbt.

BIRGIT HEIDERICH
1947 am Rande des Ruhrgebiets geboren. Studium an der PH, dann Zweitstudium der Pädagogik, Theologie und Philosophie in Bonn. Wissenschaftliche Angestellte, Redakteurin an der Universitätsbibliothek Tübingen. Mitglied der legendären Tübinger »Gruppe 547« um Walter Jens. Späterhin Lehrerin. Lebt in Freiburg. 1980 erschien bei Suhrkamp ihr Debut »Mit geschlossenen Augen«, seinerzeit hochgelobt von Karl Krolow; u. a. er- schien von ihr später, 2000, bei S. Fischer als Taschen- buch: »Feuerspur. Eine Liebesgeschichte« und zuletzt, 2013, als Privatdruck: »Vom Weggehen und Wieder- kommen«.

Matthias Kehle bekommt den Thaddäus-Troll-Preis überreicht

Kehle+StZ
Stuttgarter Zeitung, 12.12.2013
20 Uhr im
Prinz Max Palais in Karlsruhe
Karlstraße 10. 

Um Anmeldung wird gebeten. 
info@schriftsteller-in-bawue.de
Der Thaddäus-Troll-Preis wird vom Förderkreis für deutsche Schriftsteller in Baden-Württemberg jedes Jahr an einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin aus dem Land verliehen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert. 
Eine Würdigung von Matthias Kehles Schaffen findet sich heute in der Stuttgarter Zeitung, Printausgabe. 
Preisverleihung+Kehle
Preisverleihung+Matthias+Kehle

DIE STUTTGARTER K

Christine Lehmann ist neue VS-Vorsitzende in Baden-Württemberg

Chr Lehmann Ahner
Foto: Günther Ahner

Die Mitgliederversammlung hat  die Stuttgarter Krimiautorin Christine Lehmann zur neuen Vorsitzenden des VS-Baden-Württemberg gewählt. Sie war einzige Kandidatin und löst den Karlsruher Lyriker Matthias Kehle ab, der nach vier erfolgreichen Jahren nicht mehr antreten wollte. 

Im Amt bestätigt wurden die beiden Stellvertreter, der Romanautor und Thaddäus-Troll-Preisträger Martin von Arndt und die Autorin und SWR-Rundfunkrätin Eva Ehrenfeld, genauso wie als Beisitzerin die Lörracher Lyrikerin und Hörspielautorin Claudia Gabler. Neu zu Beisitzern gewählt wurden, Birgitta Heiderich (Erzählungen und Beisitzerin im FdS) und Nicolai Köppel (Autor und Buchhänder.)




VS+Stgt16nov13
vLnR: Eva Ehrenfeld, Birgitta Heiderich, Nicolai Köppel,
Christine Lehmann, Martin von Arndt, Claudia Gabler

Christine Lehmann (geb.1958 in Genf) war bisher Beisitzerin im Vorstand von Matthias Kehle und mit Öffentlichkeitsarbeit und Themen wie Urheberrecht und E-Books befasst. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin und Rundfunkredakteurin hat seit Mitte der neunziger Jahre fast dreißig Romane, einige Hörspiele, Kurzgeschichten und Essays veröffentlicht und führt mehrere Blogs (darunter den das lokalpolitische Blog Radfahren in Stuttgart). Von ihr zuletzt erschienen ist der Knast-Roman „Die Affen von Cannstatt“ (Argument/Ariaden 2013). Lehmann hat während ihres Studiums (Germanistik und Kunstgeschichte) vor allem feministische Ansätzen in der Literaturwissenschaft verfolgt. Die Gender-Rollen sind auch Hauptthema ihrer Lisa-Nerz-Krimis. Sie ist derzeit Mitglied der Jury des Förderkreises deutscher Schriftsteller, arbeitet beim SWR als Nachrichtenredakteurin und ist unter anderem Mitglied von Bündnis 90/ Die Grünen und der Wangemer Narrenzunft. Ihr Zweitwohnsitz ist Wangen im Allgäu.

Einladung zur Mitgliederversammlung

VS+Schillers+Reisefede

Am Samstag, den 16. November, 11:45 Uhr im Ratskeller in Stuttgart (Rathaus Seiteneingang), Marktplatz 1.

Die Stadt Stuttgart lädt die Mitglieder des VS Baden-Württemberg herzlich ein zum traditionellen Mittagessen ein. An das Mittagessen schließt sich ab 14 Uhr die Jahresmitgliederversammlung mit Vorstandswahlen an.

Der Vorstand bittet um Pünktlichkeit und um eine verbindliche Anmeldung. Das Formular liegt der Druckausgabe der Feder bei. Möglich ist auch eine Anmeldung per E-Mail an: Dagmar.Mann@verdi.de. Wer ein vegetarisches Essen haben möchte, sollte das bei dieser Gelegenheit auch mitteilen.

Vorläufige Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Worte der Begrüßung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn und weiterer Gäste.
(Essen)
3. Gedenkminute für im laufenden Jahr verstorbene Mitglieder
4. Neumitglieder stellen sich vor.
5. Berichte der Vorstandsmitglieder und des Vorsitzenden
6. Diskussion und Aussprache
5. Neuwahl des VS-Vorstands
6. Verschiedenes (Anträge bitte bis 31.10.2013 bei Dagmar Mann einreichen.)

Der Büchertisch freut sich, wenn Mitglieder ihre Bücher zur Ansicht auslegen. Der Vorstand macht aber darauf aufmerksam, dass diese Bücher manchmal Liebhaber finden, die unbekannt bleiben.

Gerade erschienen

Familieundkarriere

Ines Witka
Eine Familie macht Karriere, Gatzanis

Der Verlagstext lautet: Karriere oder Familienplanung? Diese Entscheidung muss heute nicht mehr sein. Wenn Paare eine moderne Partnerschaft leben, vertragen sich Kinder und Karriere bestens miteinander. Davon ist die Autorin Ines Witka überzeugt. Sie informiert über die neue Familienfreundlichkeit der Unternehmen, setzt sich mit den Rahmenbedingungen des Staates auseinander und damit, was passiert wenn Paare Eltern werden. 
Ines Witka interviewt Eltern, aus unterschiedlichsten Berufsgruppen, die alternativen zum traditionellen Rollenmodell leben. Von ihnen erfährt sie wie man zum Dream-Team wird. Wie wichtig die Liebe ist und wie sich die Sexualität verändert. Sie erfährt auch, dass Frau und Mann doch vom selben Stern sind und den Alltag gemeinsam meistern können. Das Fazit: Gleichberechtigung ist das Must-have zum Erfolg. Zudem gibt es Top-Tipps, die auf dem eigenen Weg hilfreich sind. Ein Buch, das Frauen und Männern Mut macht, ihren individuellen Weg zum Familien- und Berufsglück zu gehen – abseits des traditionellen Rollenmodells.

Die Affen von Cannstatt

Affen+von+Cannstatt

der neue Krimi von Christine Lehmann

„Dieses mal geht Lehmann unerwartet weit“, schreibt Thomas Klingenmaier in in der Stuttgarter Zeitung. Er bemerkt, dass sich die Lisa-Nerz-Krimis auch deshalb von anderen Serien unterscheiden, weil „die Autorin ständig neue Risiken eingeht, Tonart und Blickwinkel ändert. Sie steckt nicht bloß eine soziale Thematik in eine vertraute Romanapparatur wie ein neues Dia in einen ewig gleichen Diaprojektor. Lehmann bastelt auch am Projektor selbst. Sie rüttelt mit Schreiblust an der Regel, dass eine erfolgreiche Krimiautorin ihre Erfolgsformel keinesfalls verändern sollte.“

„All das ist nicht ohne Risiko und hätte leicht schiefgehen können“, befindet Dieter Paul Rudolph in Krimicouch. „Aber ist es nicht. Lehmann verschiebt die Bauelemente von »Krimi«, ohne sie theatralisch umzustürzen. Sie zieht ein Netz von Analogien über den Text (der naheliegende Vergleich Mensch – Tier), destabilisiert ihre Serienheldin und verweigert uns die tröstliche Gewissheit einer platten Psycho-Logik. Am Ende ist Die Affen von Cannstatt so etwas wie ein Lehr-Krimi. Wir haben viel gelernt und sind aufgefordert, das Gelernte anzuwenden. Geschenkt wird uns nichts, nicht einmal ein völlig »befriedigender« Schluss. Schön so. Sehr zu empfehlen, dieses Buch.“

„Die Affen von Cannstatt“ von Christine Lehmann besticht durch seine eindringliche Sprache und das feine Gespür seiner Autorin für menschliche Dramen“, heißt es im Filmbericht der Kulturzeit in 3sat.

Internetseite von Christine Lehmann

Autoren mit Verdi unzufrieden

Matthias+Kehle+Vorstand+VS

Thaddäus-Troll-Preisträger und VS-Vorsitzender in Baden-Württemberg, Mathias Kehle, bekräftigt in einem Interview mit dem Badischen Tagblatt seine Kritik an Verdi. Dem Verband deutscher Schriftsteller fehlt das Geld, um eine gute Arbeit für seine Mitglieder zu machen. Vor allem der Bundesvorstand ist völlig ungenügend ausgestattet.

Der Artikel

Matthias Kehle bekommt den Thaddäus-Troll-Preis

Matthias+Kehle+Vorstand+VS

Der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg verleiht Matthias Kehle den Thaddäus-Troll-Preis 2013. 

Matthias Kehle, geboren 1967, studierter Germanist und Soziologe, lebt in Karlsruhe als freier Schriftsteller und Kritiker. Er bekommt den Preis für seinen Gedichtband, Scherbenballett, der 2012 bei Klöpfer&Meier erschienen ist. Seit 1994 hat er vor allem Gedichte veröffentlicht, die in Zeitschriften und Anthologien erschienen sind. Seine Gedichte sind auch in den Großen Conrady, das Buch deutscher Gedichte, aufgenommen worden.   
In der Begründung der Jury heißt es: Matthias Kehle verdichtet Gesehenes, Gefühltes und Flüchtiges mit knapper und treffsicherer Sprache zu eindrücklichen Bildern. Durch Auslassungen und eine gekonnte Art der Zeilenbrechung ergeben sich auf engstem Raum Richtungswechsel und Vieldeutigkeiten. Kehles Gedichte brauchen keine großen Themen, sie sind Protokolle seiner Bewegungen in seiner Welt und seiner Blicke auf Momente mit ihrer je eigenen unerzählten Geschichte. Der lyrische Geist des leidenschaftlichen Bergwanderers, der einem breiteren Publikum durch seine Wanderbibel bekannt geworden ist, lässt sich für Augenblicke an oft völlig unspektakulären Orten nieder: neben einem Gipfelkreuz, in einem ICE, im Hotelzimmer, auf dem Weg in den Keller voller Erinnerungsfragmente. Kehle schaut aus dem Fenster, wandert durch die Stadt, ordnet das Erbe, hat die Wetterkarte im Blick und wartet auf den nächsten Sommer. Lyrischer Langeweile beugt Matthias Kehle mit feinem Witz vor; lächelnd liest man, was noch lange nachwirkt.

Mich wundert’s wie
Wunschbilder zu
Schlusslichtern werden 

Der Preis ist mit 10. 000 Euro dotiert und nach dem Mitbegründer des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg, Thaddäus Troll (1914 –1980), benannt. Troll hat sich Zeit seines Lebens nachhaltig für die Förderung von Schriftstellerkolleginnen und –kollegen eingesetzt.

Der Förderkreis begrüßt es, dass der Thaddäus-Troll-Preis nach langer Zeit wieder an einen Lyriker vergeben werden kann. Der Preis war und ist als Förderpreis für solche Autoren gedacht, die mit ihren Werken eine breite Öffentlichkeit verdient haben, und die Jury des FdS ist sich einig, dass Matthias Kehle mit seinem bemerkenswert schön ausgestatteten Gedichtband, Scherbenballett, genau dorthin gehört – in die breite Öffentlichkeit.

Unsere Zukunft im digitalen Zeitalter – eine Deklaration

VS+Schillers+Reisefede

Wir haben alle davon gehört, wir sehen es mit Skepsis oder als Chance: Autoren können sich von Verlagen unabhängig machen, indem sie ihre Bücher selbst als E-Books veröffentlichen. 

Dieser Markt wird derzeit aber vorwiegend von Genre-Literatur beherrscht (Erotik, Romantik und Krimis). Die Literatur gerät ins Hintertreffen. Das fürchten zumindest namhafte Autor/innen, die eine „Deklaration zur digitalen Zukunft unserer Literatur“ des Projekts „Fiktion“ der Kulturstiftung des Bundes unterzeichnet haben.

Die Deklaration ist ein Appell an Verleger und uns selbst, die Autor/innen, die Herausforderung des digitalen Buchs endlich anzunehmen und Wege zu entwickeln, wie jene Literatur, die sich nicht bestsellerhaft verkauft, präsentiert werden kann. (direkter Link)

Link zum Artikel in Buchreport.de 

VS Baden-Württemberg