Allgemein

Hannsmann‐Poethen Literaturstipendium

Das Hannsmann‐Poethen‐Literaturstipendium ist ein bundesweit einmaliges Tandem‐Stipendium. Die Landeshauptstadt Stuttgart verleiht es an eine*n Autor*in sowie eine*n Künstler*in einer anderen Sparte, die gemeinsam ein literarisch‐künstlerisches Projekt in Stuttgart umsetzen. Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 15. September 2021 beim Kulturamt einzureichen. Die Ausschreibung findet sich unter www.stuttgart.de/hannsmann-poethen-literaturstipendium.

MWK: Stipendienprogramm des Landes

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Seit gestern, 31. März, ist es geöffnet, das Bewerbungsportal zum Stipendienprogramm zur Förderung künstlerischer Praxis im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, am 28. April, 23.59 Uhr, schließt es wieder. Bewerben können sich hauptberuflich freischaffende, professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten mit Erstwohnsitz in Baden-Württemberg. Ihnen winken Projektunterstützungen in Form einer einmaligen Zahlung von 3500 Euro.
Das Ende 2020 vorgestellte Programm mit einer Gesamtförderhöhe von 15 Millionen Euro für das laufende Jahr sollte ursprünglich schon Anfang 2021 starten. Nun ist es soweit: Bewerbungen sind möglich. Die Stipendien sind ein Teil der Bemühungen der Landesregierung, die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie einzudämmen. Antragsberechtigt ist nur, wer mehrere Voraussetzungen erfüllt und entsprechende Nachweise erbringen kann.
Alle Informationen beim MWK.

Wir gratulieren Jürgen Lodemann zum 85. Geburstag

JuergenLodemann kl

Der Vorstand des VS-Badenwürttemberg wünscht unserem Ehrenvorsitzenden, Jürgen Lodemann, von Herzen alles Gute und weiterhin viel Schöpferkraft.

Jürgen Lodemann wurde 1936 in Esslingen geboren. Nach dem Abitur, 1956, studierte er in Freiburg Germanistik, naturwissenschaftliche Geographie, Metereologie, Geologie, Geomorphologie und wurde 1962 promoviert mit 1962 mit dem Thema, Deutsche Bürgerlichkeit, Lortzing und seine Spielopern. Danach absolvierte er das Staatsexamen. Dreißig Jahre lang, von 1965 bis 1995, war Lodemann Redakteur und Filmemacher beim Fernsehen, vor allem Südwestfunk, wo er unter anderem das Literaturmagazin und von 1983 bis 1988 das Café Größenwahn leitete. 1975 initiierte er als Gegenliste zu kommerziellen Bestesellerlisten die SWF-Bestenliste (heute SWR Bestenliste), eine monatliche Empfehlungsliste für aktuelle Belletristik mit einer großen Jury. Außderdem schreibe Lodemann für verschiedene überregionale Zeitungen.
Seit 1975 veröffentlicht Lodemann eigene Romane, die im Ruhrgebiet oder in Irland spielen, Opernliteratur, vor allem über Albert Lortzing und die Nibelungensage sowie Reise-Reportagen, Essays, Theatertexte und Dokumentarfilme. Von seinen unzähligen Werken zählen wir hier die neuesten auf:
Salamander, Ein Roman, Tübingen 2011
Fessenheim, Novelle, Tübingen 2013
Siegfried. Die reale Geschichte, 33 Szenen, Tübingen 2015
Der große KaWumm in Ruhrgebietchen – was deine Kinder an dir lieben und was nicht, Botrop 2018
Mars an Erde. Beschreibung eines Planeten, Roman. Tübingen 2020

Lodemann bekam 1978 den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik, 1987 den Essener Dramatikerpreis, 1988 den Literaturpreis Ruhrgebiet und 2002 den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar und den Literaturpreis der Landeshauptstadt Stuttgart.

Er ist ein sehr aktives Mitglied bei uns im VS, von 1983 bis 1984 war er Stellvertreter des Bundesvorsitzenden, Bernt Engelmann, und von 2007 bis 2009 Vorsitzender des Landesverbands in Baden-Württemberg, dann Ehrenvorsitzer (mit Walter Jens). Seit 1978 ist er Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.

Unser Kollege, Jürgen Lodemann, ist überall präsent und mit der Außenwelt verbunden, durch seine Internetseite und seine geographischen und historischen Vorlieben für seine lokale Umgebung. Sein journalistisches, redaktionelles und literarisches Schaffen scheint unermüdlich und immer offen für das Neue. Zuletzt erschienen ist sein abgründiger Mars-Roman.

Corona – Informationen für den Winter

CoronaWinter

Corona

Die von der Bundesregierung und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten beschlossene Verlängerung und Verschärfung des “Lockdown light” trifft Kunstschaffende in Deutschland erneut hart. Mit der folgenden Linksammlung wollen wir versuchen, etwas Orientierung zu geben über Unterstützungsangebote und Initiativen. 

FAQ für Solo-Selbstständige von ver.di: Ausführliche und ständig aktualisierte Übersicht von ver.di unter anderem zu Überbrückungshilfen und der sogenannten Novemberhilfe. 

Handrechnung unseres Bundesvorstands und des REN zum Umgang mit der Situation: Bereits im März erarbeitet, aber nach wie vor gültig.   

Corona-Infopool von ver.di: Aktuelle Informationen zum Umgang mit dem Virus und den Geschäften

Informationen des Bundesfinanzministeriums: Anträge auf die sogenannte Novemberhilfe sind seit dem 25. November möglich. 

Übersicht über Corona-Hilfen des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg: Mit Informationen zu (hoffentlich bald wieder verfügbaren) Landesprogrammen und weiterführenden Links. 

Stiftung Literatur: Die von unserem 2018 verstorbenen Gründungsvorsitzenden Dieter Lattmann ins Leben gerufene Stiftung fördert unter anderem Schriftsteller*innen, die in eine “unverschuldete materielle Notlage durch den dauerhaften Bezug von Sozialhilfe” geraten sind. 

Information der Künstlersozialkasse zu den Konsequenzen durch die Corona-Pandemie: Darin heißt es unter anderem: “Sollten aufgrund der Corona-Krise  akute und schwerwiegende Zahlungsschwierigkeiten bestehen, können Sie einen formlosen, schriftlichen Antrag auf Stundung der Beiträge oder Ratenzahlung stellen.”

Sozialfonds der VG Wort: Interner Link zu unserem Artikel zum Thema aus dem Mai 2020.

Künstlersoforthilfe Stuttgart: Eine seit März 2020 aktive und sehr engagierte Privatinitiative von Tom Adler, Joe Bauer, Goggo Gensch, Peter Jakobeit speziell für Künstler*innen in der Region Stuttgart. 

Börsenverein des Deutschen Buchhandels: Ein Blick über den Tellerrand – so informiert der Börsenverein über den Umgang mit Corona. 

Einschätzungen des Deutschen Kulturrats: Pressemitteilungen, Lageberichte und Links zu Hilfsmaßnahmen.

Einladung zur Mitgliederversammlung

VS+Schillers+Reisefede

Am Samstag, den 16. November, 11:45 Uhr im Ratskeller in Stuttgart (Rathaus Seiteneingang), Marktplatz 1.

Die Stadt Stuttgart lädt die Mitglieder des VS Baden-Württemberg herzlich ein zum traditionellen Mittagessen ein. An das Mittagessen schließt sich ab 14 Uhr die Jahresmitgliederversammlung mit Vorstandswahlen an.

Der Vorstand bittet um Pünktlichkeit und um eine verbindliche Anmeldung. Das Formular liegt der Druckausgabe der Feder bei. Möglich ist auch eine Anmeldung per E-Mail an: Dagmar.Mann@verdi.de. Wer ein vegetarisches Essen haben möchte, sollte das bei dieser Gelegenheit auch mitteilen.

Vorläufige Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Worte der Begrüßung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn und weiterer Gäste.
(Essen)
3. Gedenkminute für im laufenden Jahr verstorbene Mitglieder
4. Neumitglieder stellen sich vor.
5. Berichte der Vorstandsmitglieder und des Vorsitzenden
6. Diskussion und Aussprache
5. Neuwahl des VS-Vorstands
6. Verschiedenes (Anträge bitte bis 31.10.2013 bei Dagmar Mann einreichen.)

Der Büchertisch freut sich, wenn Mitglieder ihre Bücher zur Ansicht auslegen. Der Vorstand macht aber darauf aufmerksam, dass diese Bücher manchmal Liebhaber finden, die unbekannt bleiben.

Editorial zur FEDER September 2013 – Zeitschrift des VS Baden-Württemberg

Ein Rückblick auf vier Jahre als Landesvorsitzender und die Gründe, weshalb ich nicht mehr kandidiere:

Editorial
Mit den Wahlen am 16. November geht eine erfolgreiche Legislaturperiode beim VS Baden-Württemberg zu Ende. Wenn ich zurück blicke auf viele Jahre Vorstandsarbeit – ich bin seit 1997 dabei -, fällt mir eines auf: Früher diskutierten die Vorstandsmitglieder oft stundenlang über ein Thema, heute müssen wir einen Tagungsordnungspunkt nach dem anderen abhaken, so viel umfangreicher ist die Vorstandsarbeit im Laufe der Jahre und der Digitalisierung unseres Lebens geworden. Beständig ist dabei die Größe des Vorstands geschrumpft (wir waren mal neun!), und wir können uns weniger Sitzungen im Jahr genehmigen.
Begonnen hat mein Dasein als Landesvorsitzender mit schmerzvollen Verlusten unter den Kollegen: Walter Helmut Fritz, Pit Chotjewitz und Helmut Pfisterer starben, kürzlich starb mein Vorvorgänger Josef Hoben. Dann kam die unselige Diskussion um „Stuttgart 21“, bei welcher der Vorstand eine neutrale Haltung einnahm. Geduldig habe ich mir die Argumente der Befürworter und der Gegner angehört. Im Nachhinein bin ich froh, so gehandelt zu haben, auch wenn mir die Gegner heftig zusetzten. Fakt war: Der VS war ähnlich gespalten wie das Wahlvolk im Ländle, eine neutrale Haltung war die einzig richtige Entscheidung.
Dreimal fanden sehr erfolgreiche VS-Literaturtage statt, organisiert von Eva Ehrenfeld bzw. Christine Lehmann, die auch unsere neue Website und den Facebook-Auftritt betreut. Das Wissen des VS ist gefragter denn je. Beim Ministerium, bei den Landesliteraturtagen, beim Poesiefestival in Konstanz oder bei der Jury der Stadtschreiberstelle in Rottweil. Claudia Gabler organisiert demnächst ein Hörspielfestival in Lörrach, Tinos Engagement reichte gar über den Rhein ins Nachbarbundesland. Martin von Arndt ist als Redakteur der FEDER zuverlässig wie eh und je.
Eine neue Ära hat beim „Förderkreis deutscher Schriftsteller“ begonnen. Nach der Wahl von Ingrid Bussmann im März zur neuen Vorsitzenden knüpfen VS und Förderkreis wieder ihre alten Bande neu. Im Vorstand des Förderkreises vertritt uns Kollegin Birgit Heiderich, in der Jury Christine Lehmann.
Intensive Lobbyarbeit und die Hilfe von Leni Breymeier bescherten uns endlich wieder einen Rundfunkratssitz beim SWR. Intensiver Lobbyarbeit ist es auch zu verdanken, dass der VS nun über zahlreiche Kontakte zu Landes- und Kommunalpolitikern verfügt, was unter anderem bei der Diskussion um das Urheberrecht wichtig war und ist.
Trotz all dieser Erfolge werde ich nicht mehr als Vorsitzender kandidieren. Lange, sehr lange, habe ich mit mir gerungen. Es hat seine Gründe fast ausschließlich bei Verdi. Ich habe nicht nur zusehen müssen, wie die Arbeitsbedingungen immer schlechter wurden. Ich habe erlebt, wie sehr die Gewerkschaft ihre Ehrenamtlichen ausbeutet, allen voran unseren Bundesvorsitzenden Imre. Einige Landesverbände verhungern buchstäblich am ausgestreckten Arm und können nicht einmal ihre Mitglieder betreuen. Ich werde die rhetorisch versierte Friss-oder-stirb-Rede von Frank Werneke diesen Februar in Berlin nie vergessen, ich werde auch seine Mimik in Erinnerung behalten. Es geht Verdi nicht um den VS, nicht um Kultur. Die Gewerkschaft hat die Devise ausgegeben, wachsen zu wollen, und das um jeden Preis. Es geht um Mitglieder, es geht um Geld. Der VS ist mit seinen 3700 Mitgliedern schwach, der Fachbereich 8, bei dem der VS angesiedelt ist, schrumpft und wird weiter schrumpfen. Da hilft es auch nicht, dass der VS-Landesverband in Baden-Württemberg Mitgliederzuwächse zu verzeichnen hat.
Ich höre es tuscheln, ich lasse den VS und die Kollegen im Stich. Bedenkt, liebe Kolleginnen und Kollegen, wie lange ich „gedient“ habe. Danke, liebe Eva, liebe Christine, liebe Claudia, lieber Martin, lieber Tino für vier Jahre gute und intensive Arbeit. Und ein schlichtes, aber herzliches Danke an Gerd Manthey, dem wir viel mehr zu verdanken haben, als die meisten von uns ahnen. Genieße Deinen wohlverdienten Ruhestand.
Euer
Matthias Kehle
VS Baden-Württemberg