Freitag 7. September 2012 ab 19 Uhr in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz
Das Schriftstellerhaus Stuttgart präsentiert:
Ausschreibung des 3. Literaturwettbewerbs der keb Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V.
Zum dritten Mal schreibt die Katholische Erwachsenenbildung Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V. (keb DRS) ihren Literaturwettbewerb aus. Damit zeigen wir, welche Bedeutung wir der Sprache für Begegnung, Dialog und kritische Auseinandersetzung, also letztlich für Bildung zumessen.
Anlass für den Literaturwettbewerb ist das 40-jährige Jubiläum der keb DRS im Jahr 2013. Aus diesem Grund wurde ein Thema gewählt, das unsere eigene Arbeit betrifft. Wir verstehen uns als eine Einrichtung, die dem Menschen gilt, die das Werden, auch das Menschwerden fördert und die ein Ort gemeinsamen Lernens ist.
Wie das alles geht, wissen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Teil besser als wir. Wir stellen Begleiterinnen und Begleiter, Expertinnen und Experten zur Verfügung, die hier hilfreich sein können.
Auch diesmal laden wir schreibende Menschen ein, sich zu unserem Thema zu artikulieren. Gefragt sind Erzählungen oder Lyrik. Weitere Vorgaben gibt es nicht. Die Worte des Titels sind nicht zufällig durch Punkte getrennt. Wir überlassen es der Fähigkeit der Autorinnen und Autoren, diese Worte zu konkretisieren.
Der Literaturpreis wird in drei Teilen vergeben:
1. Preis 2. Preis 3. Preis
1000 €
500 €
Ein dreitägiger Aufenthalt in einem unserer Bildungshäuser inklusive Anreise und voller Verpflegung.
Die Texte der Preisträgerinnen und Preisträger sowie die Texte zehn weiterer von der Jury ausgesuchten Autorinnen und Autoren werden im Rahmen unserer Stuttgarter Hefte in einer Sonderpublikation veröffentlicht. Die Dokumentationen der vorausgegangenen Wettbewerbe können bei uns gegen einen Kostenersatz von 5 € angefordert werden.
Die eingesandten Texte müssen frei von Copyrights und dürfen noch bei keinem anderen Wettbewerb eingereicht worden sein. Mit dem Einreichen der Texte erklären sich die Autorinnen und Autoren bereit, dass diese Texte im genannten Rahmen veröffentlicht werden. Alle Rechte bleiben bei den Autorinnen und Autoren. Alle Autorinnen und Autoren, die veröffentlicht werden, erhalten, zehn Exemplare der Dokumentation kostenlos, weitere können zum Autorenpreis nachbestellt werden.
Der Umfang der Texte sollte 20.000 Zeichen (incl. Leerzeichen) nicht übersteigen (Prosa). Bei Gedichten dürfen es nicht mehr als fünf Gedichte sein.
Da die Auswahl der Texte vollkommen anonym erfolgt, senden Sie die Texte bitte mit je einem selbst gewählten Kennwort und ohne Namen in einem Umschlag an uns. In diesem Umschlag
muss ein verschlossener Brief liegen, der das Kennwort trägt. In diesem Brief liegen Ihre persönlichen Daten wie Name und Anschrift.
Soweit Sie uns die Texte per Mail zukommen lassen: Bitte unbedingt die genannte Mail-Adresse nutzen. Die persönlichen Daten werden von unseren Mitarbeiterinnen umgehend entfernt und verschlossen. Texte, die auf eine andere Email-Adresse von uns eingehen, können nicht berücksichtigt werden, weil dadurch die Anonymität nicht gewährleistet ist.
Die Auswahl erfolgt durch eine Jury, die aus mindestens vier Personen besteht (Literaturwissenschaftler, Germanisten, Lektoren). Die Auswahl geschieht absolut anonym. Deswegen bitten wir, das Einsendeverfahren einzuhalten.
Geboren 1967 in Ulm, studierte Silke Knäpper Romanistik, Germanistik und Anglistik in Wien, Freiburg und Köln. Nach Lehrtätigkeiten in Saint-Cloud bei Paris und in London kehrte sie 2001 wieder in ihre Heimatstadt zurück, wo sie heute als Lehrerin an einem Gymnasium unterrichtet. Für eine Passage aus der Erzählung „Egal, wo man aufwacht“ (Kawe 8) erhielt sie eine Auszeichnung beim Irseer Pegasus. Im Juli 2012 erschien ihr Romandebüt im Verlag Klöpfer und Meyer, Im November blüht kein Raps.
Ulrich Zimmermann, geboren im Nordosten, aufgewachsen im Südwesten, schreibt und veröffentlicht Gedicht- und Prosabände und gibt Anthologien heraus. Zuletzt erschienen seine Romane „Der Festplattenbau“ (2006) und „Winter a.D.“ (2008), „Ein Heldensopran sondergleichen“ (2012). Ulrich Zimmermann war lange Zeit Lehrer, ist Mitbegründer der Ateliergemeinschaft Wilhelmshöhe in Ettlingen und hat sich im Vorstand des Schriftstellerverbands, im SDR-Rundfunkrat und als Förderkreis-Vorsitzender für die Belange der Autoren eingesetzt.
historischer Roman, Krimis, Frauenromane, Sachbücher
Silke Porath, geb. 1971, ist seit 2011 Vorsitzende der 42erAutoren e.V. Sie lebt mit Mann, drei Kindern, Hund, jeder Menge Kaninchen und anderem Kleinvieh in Spaichingen. Von ihr erschienen sind unter anderem der historische Roman „Gottes Weber – Das Leben des Heiligen Antonio Maria Claret“ (inkl. Spanischer Übersetzung) und die Krimi-Reihe „Klostergeist / Klosterbräu – Pater Pius ermittelt“.
Silke Porath hat außerdem die Frauenromane „Nicht ohne meinen Mops“ (Gmeiner-Verlag), „Schokolade ist auch nur Gemüse“ und „Ein Schuh kommt selten allein“ (beide Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag) geschrieben. Von ihr stammen auch die Sachbücher „Keine Panik vor der Panik!“ und „111 Gründe, Tatort zu lieben“. Die ausgebildete Zeitungsredakteurin und PR-Beraterin gibt auch Schreibkurse – für Erwachsene und Kinder.
Sachbücher zu gesellschaftspolitischen Themen:
Erotik, Sexualität, Partnerschaft und das Schreiben.
Prosatexte, Essays und Roman
freiberufliche Schreibgruppenleiterin
Dozentin in der Erwachsenenbildung
Ines Witka studierte mehrere Semester Kunst, bevor sie sich für ein Studium der Verlagswirtschaft entschied. Nach dem Diplom lehrte sie als Trainerin in verschiedenen Verlagen und IT-Unternehmen. Von 2000 bis 2012 arbeitete sie als Texterin in der Werbebranche.
Ihr literarisches Sachbuch: „Dirty Writing. Vom Schreiben schamloser Texte. Ein Übungs- und Inspirationsbuch“ ist im Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke (März 2015) erschienen. Dieses Mitmachbuch eröffnet mit über 50 Vorschlägen einen Zugang zur eigenen Erotik und zum erotischen Schreiben. Mit Wissenswertes zu Erotik und Sexualität, Textbeispielen, Grundlagenwissen für Schreibende und leicht verständlichen Übungen
In ihrem Debütroman „Perle um Perle“ gerät Margarete Henner, eine zurückhaltende schüchterne junge Frau, die ihre Sexualität verleugnet, in eine gefährliche Beziehung zu einem Stuttgarter Antiquitätenhändler. Anhand einer geheimnisvollen Perlenkette beginnt die Reise, die nicht nur Margaretes eigene Erotik, sondern auch lange verlorene Erinnerungen ans Licht bringt. Entwicklungsroman, erotische Erzählung und Familiendrama in einem.
geb. 1952 in Hessen. Lebt als freie Autorin, Wort-Aktionistin und Slam-Poetin in Esslingen und Elmo/Italien.
Anna Breitenbach studierte Germanistik und Politikwissenschaft in Göttingen und Tübingen. Nach der Journalistenschule München arbeitete sie als Rundfunkreporterin und Autorin.
Verschiedene Ausstellungen: wort + bild, HolzWortArbeiten.
Aktions-Programme: Die Wortwaschmaschine, Die kleine Volksdruckerei.
Permanente Installationen: Die Gedichtekiste, in der Stadtbibliothek Stuttgart, Das Schaufenstergedicht, in Stuttgart-Untertürkheim.
Seit 2005 die Reihe „Frische Gedichte“ im Feuilleton der Eßlinger Zeitung.
Nach 2004 in Jury und Vorstand des Förderkreises für Schriftsteller in Baden-Württemberg – seit 2002 in der Jury des Literarischen Forums Oberschwaben in Wangen/Allgäu.
Für den Roman „Fremde Leute“ erhielt Anna Breitenbach 2001 den Thaddäus Troll-Preis
Gedichtband „Feuer. Land“ 2003, 2010 ein Postkartenkalender mit Gedichten: steine
Autor/innen sollten auf ihren Internetseiten und Blogs künftig wohl besser keinerlei Pressetexte mehr stellen, auch nicht in Auszügen.
Dr. Stefan Schweizer, geb.1973 in Ravensburg, ist in Stuttgart aufgewachsen, wo er heute mit seiner Familie lebt.
Gäbe es Otto Jägersberg in Baden-Baden nicht, die Stadt müßte ihn glatt erfinden. Wie er seit Jahrzehnten mit sanfter Ironie und bissigem Spott seine Bücher schreibt, seine Filme dreht, einem wichtigen Sohn der Stadt zu neuem Leben verholfen hat und schon immer „nebenbei“, aber seit einiger Zeit auch durch die Bildende Kunst flaniert, ist einzigartig. Der Künstler, Dichter, Filmemacher, Romancier wird nun am 19. Mai 70 Jahre alt. Im Alten Dampfbad ist er nicht nur zu Hause, nein, dort war auch bis 15. Januar 2012 eine Kunstausstellung mit erstaunlich vielseitigen Werken von Jägersberg zu sehen: Aquarelle, Fotos, Skizzen und Zeichnungen. Parallel dazu ist ein „Bilderbuch“, dem er natürlich amüsante Texte beigefügt hat mit ebenso amüsanten Titeln: „Der Spazierstock ist ein Kartoffelstampfer auf Landgang“.
Otto Jägersberg ist ein angenehm selbstironischer und umfassend gebildeter Zeitgenosse. So lag es auch nahe, dass er sich dem Schriftsteller und Psychoanalytiker Georg Groddeck verschrieben hat, jenem berühmten Sohn Baden-Badens im Schatten von Sigmund Freud. Jägersberg ist Herausgeber seiner gesammelten Schriften und hat 2011 eine Festschrift zum 25jährigen Bestehen der Georg-Groddeck-Gesellschaft mit initiiert – auch dort schmunzelt man bei der Lektüre so manchen Beitrags. „Groddeck war ein widersprüchlicher und komplizierter Mensch mit einer phantastischen Weitsicht, Auffassungskraft und Formulierungslust“, schwärmt Jägersberg im Gespräch. Viel über Psychosomatik hat Groddeck geforscht, dass Körper und Seele zusammen gehörten, sei bei Groddeck eine „Lebenshaltung.“
Natürlich darf das eigene literarische Werk von Otto Jägersberg nicht vergessen werden. Die großen Romane des 1942 in Hiltrup/ Westfalen geborenen Autors, erschienen in den siebziger und achtziger Jahren, sein Debut „Weihrauch und Pumpernickel“ machte bereits1964 Furore, viele Romane und Erzählungen folgten. Der Fernsehfilm „Seniorenschweiz“ (1976) nahm das überalterte Baden-Baden aufs Korn und den demografischen Wandel vorweg, überhaupt ist die Kurstadt Hintergrund vieler Texte und Filme. Sein umfangreichstes filmisches Projekt war die ZDF-Serie „Die Pawlaks. Eine Geschichte aus dem Ruhrgebiet“, zu Beginn des Jahrtausends folgten im SWR „Deutsche Lebensläufe“, darunter ein Porträt über „Winifred Wagner“ und eines über „Die Wagners.“ Als Drehbuchautor machte er zuletzt mit dem Kinofilm „Unter Bauern“ Schlagzeilen, in den Hauptrollen Armin Rohde und Veronica Ferres.
Als enger Mitarbeiter des legendären Kleinverlegers V.O. Stomps („Eremitenpresse“) hat Jägersberg auch heute noch eine Vorliebe für bibliophile Bände in kleiner Auflage, und so kennt so mancher leider nicht seine vorzüglichen Gedichte oder Kalendergeschichten mit Aquarellen von Alfons Hüppi, publiziert 2005 unter dem schrägen Titel „Wie Kafka beinahe nach Baden-Baden in Groddecks Sanatorium gekommen wäre vielleicht.“
Otto Jägersberg frönt dem Rennradfahren und ist ein leidenschaftlicher Flaneur: „Das Schreiben ist nicht der poetische Akt“, sagt er, „sondern das Spazierengehen und das Leben.“ Und zum Leben gehören für ihn unabdingbar erlesene Speisen und Weine. Man trifft den Riesling- und Weißburgunderfreund gelegentlich auf Vernissagen oder Lesungen. Dann sagt er schöne, selbstironische Sätze wie: „Mit einem Glas Wein in der Hand lassen sich wunderliche Gespräche über Kunst führen, auch wenn keiner etwas davon versteht, ich am Allerwenigsten.“ Matthias Kehle
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