Autor/innen sollten auf ihren Internetseiten und Blogs künftig wohl besser keinerlei Pressetexte mehr stellen, auch nicht in Auszügen.
Christine Lehmann
Autor/innen sollten auf ihren Internetseiten und Blogs künftig wohl besser keinerlei Pressetexte mehr stellen, auch nicht in Auszügen.
Dr. Stefan Schweizer, geb.1973 in Ravensburg, ist in Stuttgart aufgewachsen, wo er heute mit seiner Familie lebt.
Gäbe es Otto Jägersberg in Baden-Baden nicht, die Stadt müßte ihn glatt erfinden. Wie er seit Jahrzehnten mit sanfter Ironie und bissigem Spott seine Bücher schreibt, seine Filme dreht, einem wichtigen Sohn der Stadt zu neuem Leben verholfen hat und schon immer „nebenbei“, aber seit einiger Zeit auch durch die Bildende Kunst flaniert, ist einzigartig. Der Künstler, Dichter, Filmemacher, Romancier wird nun am 19. Mai 70 Jahre alt. Im Alten Dampfbad ist er nicht nur zu Hause, nein, dort war auch bis 15. Januar 2012 eine Kunstausstellung mit erstaunlich vielseitigen Werken von Jägersberg zu sehen: Aquarelle, Fotos, Skizzen und Zeichnungen. Parallel dazu ist ein „Bilderbuch“, dem er natürlich amüsante Texte beigefügt hat mit ebenso amüsanten Titeln: „Der Spazierstock ist ein Kartoffelstampfer auf Landgang“.
Otto Jägersberg ist ein angenehm selbstironischer und umfassend gebildeter Zeitgenosse. So lag es auch nahe, dass er sich dem Schriftsteller und Psychoanalytiker Georg Groddeck verschrieben hat, jenem berühmten Sohn Baden-Badens im Schatten von Sigmund Freud. Jägersberg ist Herausgeber seiner gesammelten Schriften und hat 2011 eine Festschrift zum 25jährigen Bestehen der Georg-Groddeck-Gesellschaft mit initiiert – auch dort schmunzelt man bei der Lektüre so manchen Beitrags. „Groddeck war ein widersprüchlicher und komplizierter Mensch mit einer phantastischen Weitsicht, Auffassungskraft und Formulierungslust“, schwärmt Jägersberg im Gespräch. Viel über Psychosomatik hat Groddeck geforscht, dass Körper und Seele zusammen gehörten, sei bei Groddeck eine „Lebenshaltung.“
Natürlich darf das eigene literarische Werk von Otto Jägersberg nicht vergessen werden. Die großen Romane des 1942 in Hiltrup/ Westfalen geborenen Autors, erschienen in den siebziger und achtziger Jahren, sein Debut „Weihrauch und Pumpernickel“ machte bereits1964 Furore, viele Romane und Erzählungen folgten. Der Fernsehfilm „Seniorenschweiz“ (1976) nahm das überalterte Baden-Baden aufs Korn und den demografischen Wandel vorweg, überhaupt ist die Kurstadt Hintergrund vieler Texte und Filme. Sein umfangreichstes filmisches Projekt war die ZDF-Serie „Die Pawlaks. Eine Geschichte aus dem Ruhrgebiet“, zu Beginn des Jahrtausends folgten im SWR „Deutsche Lebensläufe“, darunter ein Porträt über „Winifred Wagner“ und eines über „Die Wagners.“ Als Drehbuchautor machte er zuletzt mit dem Kinofilm „Unter Bauern“ Schlagzeilen, in den Hauptrollen Armin Rohde und Veronica Ferres.
Als enger Mitarbeiter des legendären Kleinverlegers V.O. Stomps („Eremitenpresse“) hat Jägersberg auch heute noch eine Vorliebe für bibliophile Bände in kleiner Auflage, und so kennt so mancher leider nicht seine vorzüglichen Gedichte oder Kalendergeschichten mit Aquarellen von Alfons Hüppi, publiziert 2005 unter dem schrägen Titel „Wie Kafka beinahe nach Baden-Baden in Groddecks Sanatorium gekommen wäre vielleicht.“
Otto Jägersberg frönt dem Rennradfahren und ist ein leidenschaftlicher Flaneur: „Das Schreiben ist nicht der poetische Akt“, sagt er, „sondern das Spazierengehen und das Leben.“ Und zum Leben gehören für ihn unabdingbar erlesene Speisen und Weine. Man trifft den Riesling- und Weißburgunderfreund gelegentlich auf Vernissagen oder Lesungen. Dann sagt er schöne, selbstironische Sätze wie: „Mit einem Glas Wein in der Hand lassen sich wunderliche Gespräche über Kunst führen, auch wenn keiner etwas davon versteht, ich am Allerwenigsten.“ Matthias Kehle
erschienen beim im Worthandel: Verlag, Dresden
Hier der offizielle Werbetext des Verlags:
„Anke Laufers 21 Stories – jede für sich ein kleines Universum – handeln von Liebe, Tod und dem Einbruch des Unergründlichen und Verstörenden in den Alltag. Atmosphärisch dicht und ungeheuer spannend sind diese Geschichten, ob sie den Leser in ein englisches Seebad entführen, in ein süddeutsches Dorf, in die Straßen von Madrid oder in eine fiktive südamerikanische Großstadt, ob sie aus der scheinbar wohlvertrauten Gegenwart berichten oder uns die gar nicht so weit entfernte, deshalb aber umso unheimlicher erscheinende Zukunft vor Augen führen. Aus der klaren und präzisen Sprache dieser Autorin schlägt kaltes Feuer: Ihre Stories sind voller Abgründe, Unterströmungen und Andeutungen, die weit über das tatsächlich Erzählte hinausweisen. Vielleicht wahren sie ja gerade deshalb am Ende ihr Geheimnis, das im Leser mit Sicherheit lange nachklingen wird. …“ Mehr
Anke Laufer
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| Felicitas Hoppe, 2012 Wikipedia |
Einen Glücksgriff, nennt Imre Török, Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller (VS in ver.di), in einer ersten Reaktion die Entscheidung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die in Berlin lebende Felicitas Hoppe mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis zu ehren. »In einer Zeit, in der das Reden in eigener Sache die Literatur immer mehr dominiert, umkreist Felicitas Hoppes sensible und bei allem Sinn für Komik melancholische Erzählkunst das Geheimnis der Identität«, begründete die Jury die Entscheidung. »Damit werde eine Autorin geehrt«, so Imre Török, »deren Werk die deutsche Literatur auf ganz eigene, unverwechselbare Weise bereichere«. Der Verband deutscher Schriftsteller gratuliert seinem Mitglied Felicitas Hoppe auf das Allerherzlichste zu dieser hochverdienten Auszeichnung!
Die Pressemeldung des VS vom 16. Mai 2012 pdf-Datei: https://vs.verdi.de/aktuelles/leute/felicitas-hoppe
Imre Török, der Bundesvorsitzende des VS, fordert Anoymus auf, im Streit um das Urheberrecht Gesicht zu zeigenL
Frank Schirrmachers zentrale These zur Entschärfung der Urheberrechtsdebatte lautet: Beide Seiten müssen ihre Arbeits- und Denkweisen verstehen lernen. Es gilt den Abmahnern das Handwerk zu legen und die Anbieter von Kultur dazu zu drängen, dass sie Plattformen schaffen, wo Bücher, Musik, Filme und kreative Inhalte legal (und gegen Geld) heruntergeladen werden können. (iTunes und Amazon reichen da nicht.)
„Überhaupt: den neuen Zustand anerkennen und verhindern, dass er zu einer Bezweiflung von Autoren und Kunst selber führt. (…) Kein Urheber, kein Künstler, kein Schriftsteller kann wollen, dass seine Leser, Zuhörer oder Zuschauer überwacht werden. Umgekehrt wären manche Proteste glaubwürdiger, wenn sie genauso deutlich gegen die Screening-Methoden von Apple und Google sich erheben würden. In seinem wunderbaren Buch „Turing’s Cathedral“ schreibt George Dyson, gewiss kein Internetskeptiker, sondern einer seiner geistigen Väter: „Facebook sagt mir, wer ich bin; Amazon sagt mir, was ich will; Google, sagt mir, was ich denke“. Das ist reale Science-Fiction. Daraus darf nicht werden, was zu werden droht: die Künstler lassen verbieten und strafen, weil sie glauben, die Leser betrügen und stehlen. (FAZ, 13.5.2012)
Die VG Wort hat ein Positionspapier zum Urheberrecht erarbeitet.
Darin heißt es unter anderem:
„Analoge und digitale (!) Privatkopien sind gesetzlich erlaubt. Die einschlägigen Regelungen im Urheberrechtsgesetz ermöglichen Vervielfältigungen für private Zwecke, sehen aber gleichzeitig eine angemessene Vergütung der Urheber vor. Diese wird durch die pauschale Geräte- und Speichermedienvergütung der Hersteller und Importeure sowie die Betreibervergütung bestimmter Großbetreiber von Vervielfältigungsgeräten sichergestellt. An diesem einfachen und nutzerfreundlichen Vergütungssystem ist festzuhalten. Es ist mit Blick auf neue Kopiermöglichkeiten im Internet, wie insbesondere beim Cloud-Computing, fortzuentwickeln. Digitale Privatkopie: Ja. Aber nur gegen eine angemessene Vergütung!“
Die ganze Erklärung finden Sie hier als PDF Datei: herunterladen
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E-Mail: info@vgwort.de Internet: http://www.vgwort.de/
Geschäftsführender Vorstand: Rainer Just Dr. Robert Staats
Nun sind sie vorbei, die Heilbronner Literaturtage des VS und der Stadtbibliothek.
Wir stellen fest, dass wir den Heilbronnern eine Freude gemacht haben und sie uns, indem sie zu allen Veranstaltungen zahlreich erschienen sind. Es gab lebhafte Kinder- und Jugendlesungen in der Stadtbibliothek und eine interessante Podiumsdiskussion im Kunstverein über die Literaturszene in Baden-Württemberg.
Am Freitagabend haben Krimifans das Neckarschiff gefüllt, um den Krimiautoren Wolfgang Burger und Eva Klinlger zuzuhören. Die Talentlesung mit Carolin Hafen und Björn Steiert in der Buchhandlung Dichtung & Wahrheit war ebenfalls gut besucht. Am Abend gab es eine vierstöckige Weinprobe mit exzellentem Essen im Weingut Schäfer-Heinrich, wo anschließend Karl-Heiz Ott das Publikum begeisterte. Und selbst am Sonntagvormittag fanden viele trotz Regens hinaus in den Botanischen Obstgarten, um den Lyrikern Claudia Gabler, Walle Sayer und Helmuth Opitz zuzuhören. Wir danken der Stadt, der Stadtbibliothek Heilbronn und ihren Mitarbeiter/innen und Eva Ehrenfeld, die dies alles organisiert und uns Autorinnen und Autoren gut gelaunt und aufmerksam betreut haben.
Christine Lehmann, VS-Baden-Württemberg.
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