Geboren 1958 in Genf, lebt seit 1962 in Stuttgart, ist in Literaturwissenschaft promoviert, schreibt Krimis, Romane und Jugendromane und arbeitet als Nachrichtenredakteurin beim SWR. Hat einen zweiten Wohnsitz in Wangen im Allgäu. Lehmann veröffentlicht seit Mitte der 90er Jahre Krimis mit der Kult-Serien-Figur Lisa Nerz, die in immer wieder anderen gut recherchierten Milieus Morde aufklärt und seit 2011 auch bloggt und eine eigene Facebookseite hat. Um die Jahrtausendwende kamen Liebeskomödien dazu – Der Bernsteinfischer wurde 2005 mit Heiner Lauterbach und Sonsee Neu in den Hauptrollen für die ARD verfilmt -, dann Liebesromane für jugendliche Mädchen. Außerdem verfasst Lehmann Kimi-Hörspiele für den SWR im Rahmen der Reihe ARD-Radio-Tatort. Zuletzt erschienen: Malefizkrott, Ariadne und Die Rose von Arabien, Planet Girl, Thienemann.
Martin von Arndt
Romane, Musik
1968 geboren als Sohn ungarischer Eltern in Ludwigsburg.
Studium der Literatur-, Religionswissenschaft und Psychologie u.a. in Saarbrücken, Budapest und Würzburg. Promotion. Lebt als Schriftsteller, Musiker und Freier Dozent (Literatur-, Creative Writing-Seminare) unweit von Stuttgart und in Essen. Derzeit in acht Sprachen übersetzt.
Gründungsmitglied der Experimentalmusik-Formation Printed at Bismarck’s Death. Seit 1983 über 20 Publikationen auf LP/CD, Hörspiel- und Filmmusik für Produktionen des WDR und NDR, Theater- und Tanztheaterperformances im In- und europäischen Ausland. Daneben musikalische Seitenprojekte und Liveauftritte als Gastsaxophonist für zahlreiche Bands.
Lyrik-Übersetzungen aus dem Französischen, Englischen, Spanischen, Ungarischen. Lesereisen im In- und Ausland, zudem Schul-, Salon- und JVA-Lesungen.
Auszeichnungen u.a.:
2000: Limburg-Preis Bad Dürkheim, Förderpreis der Zeitung Die Rheinpfalz
2002, 2004, 2006, 2008: Arbeitsstipendien des Förderkreises deutscher Schriftsteller
2003: Stadtschreiber von Rottweil, Förderstipendium des Auswärtigen Amts
2007: Großes Landesliteraturstipendium Baden-Württemberg
2008: Teilnahme am Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis
2010: Thaddäus-Troll Preis
Tino Bußalb
Kinder- und Jugendbücher, Illustrationen
Bussalb absolvierte eine Ausbildung zum Frühpädagogen und studierte Sozialpädagogik.
Seine Kinderbücher wurden bis jetzt in zehn Sprachen übersetzt. Tino hat Kinderbücher unter anderem für Michael Ende illustriert, schreibt Beiträge für den SWR, HR und andere Rundfunkanstalten, hat Geschichten für die KiKa-Figur Siebenstein geschrieben, arbeitet an Schulbüchern mit und macht Veranstaltungen für Kinder in Deutschland, Belgien, Österreich, der Schweiz und Tschechien.
TINO gestaltete die Werbeserien “Berti und Lili” (Veranstaltungsplakate, Bleistifte, Stundenpläne, Fibeln u.v.m.) ekz – Service für Bibliotheken
Auszeichnungen unter anderem vom Literaturforum Hessen, Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Kinderbuchpreis der Stadt Paderborn
Claudia Gabler
Lyrik, Theater, Hörspiel
1970 geboren in Lörrach. Besuch der Kunstgewerbeschule Basel, Studium der Theaterwissenschaft und Publizistik in Berlin. Arbeit in Redaktionen und Presseabteilungen; schreibt Lyrik, Hörspiele und Stücke. Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien und beim Radio. Zuletzt erschienen: Die kleinen Raubtiere unter ihrem Pelz, Gedichte, Rimbaud Verlag. 2008 und Bangkok, Hörspiel, SWR 2011. Claudia Gabler lebt im Raum Lörrach.
2003 Stipendium des Berliner Senats für das Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf
2005 Stipendium des Deutschen Literaturfonds für das Textwerk-Lyrikseminar des Literaturhauses München, Einladung zum open mike, Sparte: Lyrik
2006 Stipendium des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und der Denkmalschmiede Höfgen für deren Studios International
2007 Stipendium des Landes Schleswig-Holstein für das Künstlerhaus Eckernförde; Stipendium der Stiftung Starke, Berlin
2008 Preisträgerin des Literaturwettbewerbs Wartholz; Stipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg
2009 Grimmelshausen-Förderpreis und Literatur-Landesstipendium Baden-Württemberg
2010 Stipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg
Volker Demuth bekommt Viehof-Ehrengabe
Die Deutsche Schillerstiftung von 1859 ehrt damit sein Gesamtwerk, zu dem neben
Lyrik und Prosa auch Essays gehören, teilte die Stiftung am Mittwoch in Weimar mit. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird am 4. Mai 2012 in Marbach verliehen.
Demmuth (geb. 1961 in Süddeutschland) ist Lyriker, Essayist und Medienwissenschaftler. Er studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte an den Universitäten Tübingen und Oxford. Neben seiner Tätigkeit beim Rundfunk (SWR), bei der eine Reihe von Hörspielen entstand, war Demuth bis 2004 Professor für Medientheorie an der Fachhochschule für Gestaltung in Schwäbisch Hall. Um sich dem Schreiben und der Arbeit an multimedialen Sprachinstallationen zu widmen, gab er seine Lehrtätigkeit auf. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und publizierte in verschiedenen Kunst- und Kulturzeitschriften. Seine Gedichte wurden ins Englische, Französische und Russische übersetzt. Für seine Werke erhielt er mehrere Auszeichnungen, u. a. das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 1999, Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg 2001, den Künstlerpreis der Stadt Friedrichshafen 2001, das Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz im Künstlerhaus Edenkoben 2003 und das Stipendium im International Writers and Translators Centre of Rhodes 2007. Er lebt in Zwiefaltendorf (Donau) und in Berlin.
Matthias Kehle
Wir trauern um Christa Wolf
Die große deutsche Schriftstellerin ist heute im Alter von 82 Jahren in Berlin gestorben.
Christine Lehmann
Imre Török, Bundesvorsitzender des VS, schrieb anlässlich der Verleihung des Thomas-Mann-Preises im vergangenen Jahr: »Ich freue mich sehr, dass Dein Werk, das Du zuletzt mit Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud so erfolgreich fortgesetzt hast, eine angemessene Würdigung findet.« Der VS schätze Christa Wolf, so Török weiter, als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart. Ihr Renommee, ihr gesellschaftliches und kritisches Engagement habe nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa und weltweit unserer Sprache und unserem Land Aufmerksamkeit und Anerkennung verschafft. Ausdrücklich bedankte sich Imre Török auch dafür, dass sich Christa Wolf mit ihrer Literatur stets eingebracht habe in die Auseinandersetzungen der Zeit, dass sie sich kritisch und selbstkritisch engagiert und als großartige Literatin im Dialog mit ihren Leserinnen und Lesern ihrer politischen Verantwortung für eine humane Gesellschaft nachkomme. »Wir, Deine Kolleginnen und Kollegen im VS«, schloss Török, »wünschen, dass uns Dein kritischer Geist, Dein künstlerischer Schaffensdrang weiterhin wachsam und pointiert begleitet«.
Jürgen Lodemann
Erfinder der Bestenliste, Moderator, Ruhrromane, Ehrenvorsitzender des VS Baden-Württemberg
1936 in Essen geboren, Studium in Freiburg (Philosophie, Literatur, naturwissensch. Geographie), Staatsexamen und Promotion („Bürgerlichkeit“), 30 Jahre Filmemacher und Moderator beim Fernsehen in Baden-Baden, heute SWR.
Erfand 1975 gegen die Bestsellerlisten die „Bestenliste“, die noch heute wirksame Qualitätsliste der deutschsprachigen Literaturkritik, mit potentiell 100 Juroren aus Österreich, Schweiz und der Bundesrepublik (genehmigt wurden nur 35).
Debut als 39-Jähriger mit Anita Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr, dem ersten Roman mit reinem Ruhrdeutsch. Stern: „Schreibtischwüstling“. Max von der Grün: „Die deutsche Literatur ist arm an solchen Büchern, die so leicht zu lesen sind und doch einen ernsten sozialen Hintergrund vermitteln.“
1980 Ahnsberch, Volksstück über die Räuber an der Ruhr. Ein Jahr lang in Peymanns „Bochumer Ensemble“. Der Traum vom autonomen Ruhrgebiet.
1985 Essen Viehofer Platz, Roman. Das Ruhrrevier als Modellfall von Medienmafia und Prekariat. Volker Hage (damals FAZ): „…Und der Erotik wird in der deutschen Literatur endlich wieder zu ihrem Recht verholfen: Lodemann versteht es …“
2000 Lortzing, der 1848er, der Texter, der Theatermusiker, der Autor von Text und Musik zur ersten und einzigen Arbeiter-Oper, zur Freiheits-Oper „Regina“.
2002 Siegfried und Krimhild. Die Nibelungenchronik, gemäß Heiner Müllers „die Nation beerdigen“. Nach ältesten Quellen die Nibelungen als europäischer Stoff. Jung-Siegfried authentisch an den nachweislich ältesten Schmiedestätten. Altgermanist Otfrid Ehrismann: „ . . . hat dem Nibelungenmythos eine neue und zukunftsfähige Würde gegeben.“
2008 Paradies, irisch, eine frühe Stadt-Geschichte, so intim wie politisch, es geht um Grundrechte. Im 800-jährigen Krieg gegen England ist Galway eine Friedens-Insel, ein Wirtschaftswunder. Die atlantische Hafenstadt als Biotop der Lebenskünste der Dynastie Lynch. Und dann der Absturz. Laut Erich Fromm „Tragedy of justice“. Deutschlandradio: „meisterlich“.
VS warnt vor mörderischem Abgrund
„Die rassistischen Morde rechtsextremer Terroristen in Deutschland müssen unsere Gesellschaft in höchstem Maße alarmieren, sie zeigen das wahre abscheuliche Gesicht der Neonazis, Hassprediger und ihrer Sympathisanten. Der stupide und mordwütige Hass der Rechtsradikalen auf Menschen mit ausländischer Herkunft erschüttert die humanistischen und kulturellen Werte in Deutschland und in Europa“, sagt Imre Török, Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller.
Besonders beschämend und erschreckend ist für den Bundesvorsitzenden des Schriftstellerverbands, dass auch Autoren mit ihren Publikationen und Äußerungen an der Vergiftung des geistigen Klimas beteiligt waren und sind. Der VS warnt seit jeher vor Rassismus und Ausländerfeindlichkeit in Deutschland und in Europa, nicht zuletzt in Veranstaltungen zusammen mit amnesty international.
In Deutschland sind Thesen über Migranten wie im Buch des Autors Thilo Sarazzin Öl ins braune, rechts-terroristische Feuer. In Ungarn wurde unlängst der bekennende antisemitische Autor István Csurka zum Leiter eines Budapester Theaters berufen. Der VS ruft weiterhin dazu auf, die internationale Petition gegen diesen skandalösen Vorgang zu unterzeichnen:
http://www.aznemlehet.net/p/peticio-petition.html
„Als Erben der europäischen Aufklärung müssen Intellektuelle mit aller Kraft und solidarisch in allen Ländern der Europäischen Union verhindern, dass sich der Moloch der Menschenverachtung in Europa ausbreiten kann“, so Török.
Wo keine Freiheit ist, hat Kunst keine Heimat
Schriftsteller und Künstler protestieren gegen Unterdrückung und Zensur in Weißrussland
»Eine Diktatur mitten in Europa: Oppositionelle werden verfolgt, unbotmäßige Medien verboten, kritische Künstler un-terdrückt. Das ist nicht hinnehmbar, das muss von allen demokratischen Kräften eindeutig verurteilt werden«, sagt Imre Török, Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller. »Wir, die Künstler und Intellektuellen, gerade in Deutschland, haben für die demokratischen Freiheiten eine besondere Verantwortung«.
In der Republik Weißrussland kursieren derzeit Listen mit den Namen von Autorinnen und Künstlern, deren Werke willkürlich als »jugendgefährdend« bezeichnet werden, um sie aus den Zeitungen und Journalen, aus den Sendungen von Radio und Fernsehen, von den Konzertbühnen und aus den Theatern zu verbannen. Diese Form von Zensur widerspricht dem Verständnis von einer freien, vielgestaltigen Kunst und Kultur. In einem offenen Brief wird der Präsident Weißrusslands aufgefordert, der Verbreitung und Verwendung dieser »Schwarzen Listen« unverzüglich Einhalt zu gebieten.
»Wir wollen ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit unseren unterdrückten Kolleginnen und Kollegen in Weißrussland setzen«, erklärt Imre Török. »Deshalb haben wir beschlossen, dem Botschafter der Republik Weißrussland in Berlin diesen offenen Brief zu übergeben«.
Der Verband deutscher Schriftsteller und die Erstunterzeichnenden rufen alle Autorinnen/Autoren, Künstlerinnen/Künstler und Gleichgesinnten auf, den Protest mit ihrer Unterschrift zu unterstützen und den offenen Brief an de Präsidenten der Republik Weißrussland zu unterzeichnen.






