Angela Hackbarth

Autorin, Lektorin, Spracherziehung

angela hackbarth

Pädagogische Ausbildung mit Schwerpunkt Vor- und außerschulische Kinder- und Jugendarbeit, verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen in den Bereichen kreativer Arbeit und Gruppenpädagogik, Akademiestudium „Interkulturelle Erziehung“ und „Montessori-Pädagogik“ an der Uni Hagen
Spracherziehung, künstlerisch-schöpferische Arbeit besonders im Bereich Kinderliteratur, Arbeit mit Kindern nichtdeutscher Muttersprache

Bisherige Arbeitsfelder:
Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit, Kindergartenleitung,
Leitungsfunktion in einem „Haus der Offenen Tür“, Sprachunterricht für Migrantenkinder und deren Mütter bei „Pro Asyl“, Lehrauftrag Sprachförderung an einer Grund- und Hauptschule. 1984 Gründung einer Verlagskooperative. Neben einigen Titeln aus eigener Feder erschienen bisher über hundert in handwerklicher Tradition hergestellte Bücher mit den Schwerpunkten Philosophie, Orient, Literatur für Kinder, Lyrik, Kunst.

Mitglied:
beim Verband deutscher Schriftsteller (VS),
der Typographischen Gesellschaft München (tgm)
und beim Deutschen Kinderschutzbund (DKSB)

Ursula Jetter

ursula jetter

Lyrik, Prosa, Essay,
Herausgeberin der Literaturzeitschrift exempla

Geb. am 1.2.1940 in Bruchsal, gestorben am 15.07.2024 in Möglingen. Schriftstellerin und Therapeutin in der Psychatrie, Dozentin für Musiktherapie, Gesprächs- und Psychodramatherapeutin a.D. Mitlgied im VS, Internationaler P.E.N., Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik Leipzig, Künstlergilde, Gedok Stuttgart, Schreibende Frauen Baden-Württemberg.

Diverse Auszeichnungen, z.B. Scheffelpreis 1959/60, Förderung des Förderkreises Baden-Württemberg 1999, Preis der Internat. P.E.N. 2001

Jetter: „Als Leiterin der „exempla“-Werkstatt ist es mir ein Bedürfnis, allen, die sich zum Schreiben berufen fühlen oder schon als Autor/in schreiben, einen geschützten Raum zu gegenseitigem Austausch zu bieten. Durch Anregung, Ermutigung und konstruktive Kritik kann das Handwerkliche am Schreiben weitgehend erlernt werden. Der Rest ist Begabung.“

Eva Ehrenfeld

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Lyrik, Prosa 

Studium an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
Aufbaustudium Kulturmanagement
Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa, außerdem journalistische Arbeiten, Vorträge und Konzeption literarischer Veranstaltungen, Schreibseminare.
Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Verbands deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.
In Lauffen ist sie tätig als Leiterin der Bücherei und stellvertrende Museumsleiterin des Museums im Klosterhof.

Lyrik: Neckar-Lesebuch, Silberburg-Verlag 1994
Italienisch-deutsche Anthologie zum Lyrik-Wettbewerb „Sannio“ 1995
Wandler Literaturzeitschrift, Nr. 25, 1999/2000
Exempla Literaturzeitschrift, Jg. 26, 2000
bis zur sanften behauptung der dunkelheit, Anthologie des Literarischen Vereins Heilbronn 2000 casus Nr 3, Kunst- und Kulturmagazin der Region Heilbronn

Stücke: Uraufführung „Regiswindis“, Lauffen a.N. 2005

Preis der Stadt Heilbronn beim Landeslyrik-Wettbewerb Baden-Württemberg 1999

Christine Lehmann

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Krimis, Jugendromane, Essays

Geboren 1958 in Genf, lebt seit 1962 in Stuttgart, ist in Literaturwissenschaft promoviert, schreibt Krimis, Romane und Jugendromane und arbeitet als Nachrichtenredakteurin beim SWR. Hat einen zweiten Wohnsitz in Wangen im Allgäu. Lehmann veröffentlicht seit Mitte der 90er Jahre Krimis mit der Kult-Serien-Figur Lisa Nerz, die in immer wieder anderen gut recherchierten Milieus Morde aufklärt und seit 2011 auch bloggt und eine eigene Facebookseite hat. Um die Jahrtausendwende kamen Liebeskomödien dazu – Der Bernsteinfischer wurde 2005 mit Heiner Lauterbach und Sonsee Neu in den Hauptrollen für die ARD verfilmt -, dann Liebesromane für jugendliche Mädchen. Außerdem verfasst Lehmann Kimi-Hörspiele für den SWR im Rahmen der Reihe ARD-Radio-Tatort. Zuletzt erschienen: Malefizkrott, Ariadne und Die Rose von Arabien, Planet Girl, Thienemann.

Internetseite

Martin von Arndt

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Romane, Musik

1968 geboren als Sohn ungarischer Eltern in Ludwigsburg.
Studium der Literatur-, Religionswissenschaft und Psychologie u.a. in Saarbrücken, Budapest und Würzburg. Promotion. Lebt als Schriftsteller, Musiker und Freier Dozent (Literatur-, Creative Writing-Seminare) unweit von Stuttgart und in Essen. Derzeit in acht Sprachen übersetzt.

Gründungsmitglied der Experimentalmusik-Formation Printed at Bismarck’s Death. Seit 1983 über 20 Publikationen auf LP/CD, Hörspiel- und Filmmusik für Produktionen des WDR und NDR, Theater- und Tanztheaterperformances im In- und europäischen Ausland. Daneben musikalische Seitenprojekte und Liveauftritte als Gastsaxophonist für zahlreiche Bands.

Lyrik-Übersetzungen aus dem Französischen, Englischen, Spanischen, Ungarischen. Lesereisen im In- und Ausland, zudem Schul-, Salon- und JVA-Lesungen.

Auszeichnungen u.a.:
2000: Limburg-Preis Bad Dürkheim, Förderpreis der Zeitung Die Rheinpfalz
2002, 2004, 2006, 2008: Arbeitsstipendien des Förderkreises deutscher Schriftsteller
2003: Stadtschreiber von Rottweil, Förderstipendium des Auswärtigen Amts
2007: Großes Landesliteraturstipendium Baden-Württemberg
2008: Teilnahme am Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis
2010: Thaddäus-Troll Preis

Internetseite

Tino Bußalb

genannt Tino

Kinder- und Jugendbücher, Illustrationen

tino+busshalb
Geb. 1962 in Augsburg, aufgewachsen in Ettlingen, wo er mit seiner Familie wohnt.
Bussalb absolvierte eine Ausbildung zum Frühpädagogen und studierte Sozialpädagogik.
Seine Kinderbücher wurden bis jetzt in zehn Sprachen übersetzt. Tino hat Kinderbücher unter anderem für Michael Ende illustriert, schreibt Beiträge für den SWR, HR und andere Rundfunkanstalten, hat Geschichten für die KiKa-Figur Siebenstein geschrieben, arbeitet an Schulbüchern mit und macht Veranstaltungen für Kinder in Deutschland, Belgien, Österreich, der Schweiz und Tschechien.
TINO gestaltete die Werbeserien “Berti und Lili” (Veranstaltungsplakate, Bleistifte, Stundenpläne, Fibeln u.v.m.) ekz – Service für Bibliotheken

Auszeichnungen unter anderem vom Literaturforum Hessen, Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Kinderbuchpreis der Stadt Paderborn

Internetseite

Claudia Gabler

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Lyrik, Theater, Hörspiel

1970 geboren in Lörrach. Besuch der Kunstgewerbeschule Basel, Studium der Theaterwissenschaft und Publizistik in Berlin. Arbeit in Redaktionen und Presseabteilungen; schreibt Lyrik, Hörspiele und Stücke. Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien und beim Radio. Zuletzt  erschienen: Die kleinen Raubtiere unter ihrem Pelz, GedichteRimbaud Verlag. 2008 und Bangkok, Hörspiel, SWR 2011. Claudia Gabler lebt im Raum Lörrach.

Auszeichnungen:
2001 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg

2003 Stipendium des Berliner Senats für das Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf
2005 Stipendium des Deutschen Literaturfonds für das Textwerk-Lyrikseminar des Literaturhauses München, Einladung zum open mike, Sparte: Lyrik
2006 Stipendium des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und der Denkmalschmiede Höfgen für deren Studios International
2007 Stipendium des Landes Schleswig-Holstein für das Künstlerhaus Eckernförde; Stipendium der Stiftung Starke, Berlin
2008 Preisträgerin des Literaturwettbewerbs Wartholz; Stipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg
2009 Grimmelshausen-Förderpreis und Literatur-Landesstipendium Baden-Württemberg
2010 Stipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg

Volker Demuth bekommt Viehof-Ehrengabe

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Die Deutsche Schillerstiftung von 1859 ehrt damit sein Gesamtwerk, zu dem neben
Lyrik und Prosa auch Essays gehören, teilte die Stiftung am Mittwoch in Weimar mit. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird am 4. Mai 2012 in  Marbach verliehen.

Demmuth (geb. 1961 in Süddeutschland) ist Lyriker, Essayist und Medienwissenschaftler. Er studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte an den Universitäten Tübingen und Oxford. Neben seiner Tätigkeit beim Rundfunk (SWR), bei der eine Reihe von Hörspielen entstand, war Demuth bis 2004 Professor für Medientheorie an der Fachhochschule für Gestaltung in Schwäbisch Hall. Um sich dem Schreiben und der Arbeit an multimedialen Sprachinstallationen zu widmen, gab er seine Lehrtätigkeit auf. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und publizierte in verschiedenen Kunst- und Kulturzeitschriften. Seine Gedichte wurden ins Englische, Französische und Russische übersetzt. Für seine Werke erhielt er mehrere Auszeichnungen, u. a. das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 1999, Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg 2001, den Künstlerpreis der Stadt Friedrichshafen 2001, das Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz im Künstlerhaus Edenkoben 2003 und das Stipendium im International Writers and Translators Centre of Rhodes 2007. Er lebt in Zwiefaltendorf (Donau) und in Berlin.

Matthias Kehle

Matthias+Kehle+Vorstand+VS
Lyrik, Literaturevents, Wanderbibel
Geboren 1967 in Karlsruhe, lebt dort als freier Schriftsteller, Journalist und Kritiker. Studium der Germanistik und Soziologie in Heidelberg und Karlsruhe; bis 2001 Soziologe an der Universität Karlsruhe; wissenschaftliche Publikationen. Reportagen und Feuilleton in vielen Tageszeitungen. Zahlreiche verstreute Veröffentlichungen, z.B. in den Jahrbüchern der Lyrik, in „Der große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte“, „Die Zeit“, „Die Horen“, „Am Erker“, „Allmende“ und „ndl“. Mehrere Auszeichnungen, unter anderem: Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg 2003/04.

Seit 2009 Landesvorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.

Herausgeber- und Lektorats- und Beratertätigkeit für „Literaturevents“. Mehrere Bücher mit Erzählungen und Gedichten, zuletzt die Lyrikbände „Drahtamseln“ (2007, Rimbaud) und „Fundus“ (2009, Silver Horse Edition) sowie das Sachbuch „Die Wanderbibel“ (2011, Heyne, zusammen mit Mario Ludwig)

Matthias Kehles Lyrikblog

Wir trauern um Christa Wolf

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Die große deutsche Schriftstellerin ist heute im Alter von 82 Jahren in Berlin gestorben.

Geboren in Polen, geflohen und aufgewachsen im von einer Mauer geteilten Deutschland, ein deutsches Leben, aber eben eines, das bis 1989 im Osten gelebt wurde. Sie hat es beschrieben im „Kindheitsmuster“, einem Roman, der in der DDR mit dem Tabu brach, dass nicht über Flucht und Vertreibung der Deutschen berichtet wurde. 1961 in ihrer „Moskauer Novelle“ ist sie noch begeistert in die Zukunft eines sozialistischen Staates aufgebrochen, noch glaubend, er werde ihre Utopie verwirklichen. Nie hat sie die Wahrheit behauptet, immer hat sie sie gesucht, und nie war sei einfach oder in einem Satz zu sagen. Sie wollte der DDR nicht den Rücken kehren, doch im Lauf der Jahre klafften Utopie und Realität immer weiter auseinander. Christa Wolf hat ihr Leben und Schreiben lang die Nachdenklichkeit, die Offenheit, Vertrauen und Respekt vor dem Individuum der Realität entgegengesetzt, die auf funktionierende Menschen, auf Technokraten und Automatismen setzte, in West wie Ost. Sie hat feministische Konzepte gegen die kriegstreiberischen der Politiker und Funktionäre gesetzt. Ihre Protagonistinnen litten an Gefühlskälte, Grausamkeit und Herrschaftsstrukturen, entlarvten Männer und patriarchalische Gesellschaften als technokratisch, dämagogisch und dem Automatismus von Machtspielen ausgeliefert. Sie war eine zurückhaltende, fast scheue Frau, die viel wusste, aber niemals alles besser wusste.
Christine Lehmann

Imre Török, Bundesvorsitzender des VS, schrieb anlässlich der Verleihung des Thomas-Mann-Preises im vergangenen Jahr: »Ich freue mich sehr, dass Dein Werk, das Du zuletzt mit Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud so erfolgreich fortgesetzt hast, eine angemessene Würdigung findet.« Der VS schätze Christa Wolf, so Török weiter, als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart. Ihr Renommee, ihr gesellschaftliches und kritisches Engagement habe nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa und weltweit unserer Sprache und unserem Land Aufmerksamkeit und Anerkennung verschafft. Ausdrücklich bedankte sich Imre Török auch dafür, dass sich Christa Wolf mit ihrer Literatur stets eingebracht habe in die Auseinandersetzungen der Zeit, dass sie sich kritisch und selbstkritisch engagiert und als großartige Literatin im Dialog mit ihren Leserinnen und Lesern ihrer politischen Verantwortung für eine humane Gesellschaft nachkomme. »Wir, Deine Kolleginnen und Kollegen im VS«, schloss Török, »wünschen, dass uns Dein kritischer Geist, Dein künstlerischer Schaffensdrang weiterhin wachsam und pointiert begleitet«.

Christa Wolf wird uns allen im literarischen Leben sehr fehlen, der kritische Geist der Bürgerrechtlerin und einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen wird uns aber weiter begleiten und uns zur Wachsamkeit im Sinne ihres großartigen Werkes mahnen.
VS Baden-Württemberg