Hochschulradio sucht Autorinnen und Autoren

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NEU im Programm von horads 88,6 „wortbar“ – eine Stunde der literarischen Ergüsse 

Für die Zeit ab September werden noch Gäste gesucht. 
Wer Lust hat, wende sich an Merle Giebeler (merle.giebeler@gmail.com) 

Die wortbar ist ein von der Poetry-Slam-Szene inspiriertes Literatur-Café, in dem Gäste und Kellner in lockerer Atmosphäre in den Genuss von On Air vorgetragenen Texten kommen.  In der wortbar sollen Kleinkünstler, Hobby- und Profi-Schriftsteller, Poetry Slammer, Vorleser oder einfach Literaturbegeisterte die Chance haben, ihre und andere  Texte zum Besten zu geben.


Genre, Textform und Länge sind hierbei frei wählbar. Lediglich ein kontrollierendes Gegenlesen des Moderationsteams hinter der Theke ist gefordert – schließlich soll eine Kneipenschlägerei aufgrund medienethischer Fauxpas etc. vermieden werden. Ist ein wortbar-Kellner von einem Text eines anderen Autoren, bekannt oder unbekannt, so hin und weg, dass er ihn mit der Welt teilen möchte, ist auch hierfür die wortbar die richtige Adresse.  In der wortbar steht die Freude an Texten im Vordergrund – lange Diskussionen über die Texte bleiben daher aus. Die Moderation nimmt kurz Bezug auf den jeweiligen Text, nimmt ihn aber nicht Wort für Wort auseinander. In jeder Sendung kommen die Zuhörer außerdem in den Genuss des „Frischgemixten“.

Zu einem während der Show gezogenen Thema wird einer der Gäste oder ein Mitglied des Moderationsteams binnen 20 Minuten einen Text verfassen und diesen noch während der Sendung vortragen – ganz spontan und ohne doppelten Boden. Neben den Texten selbst will die wortbar auch über das Schreiben an sich informieren: Wie werde ich kreativ? Wie komme ich zu einem Text? Was kann mir helfen? Zu Themen rund um das Thema Kreativität und Schreiben soll mit erfahrenen und frischen Experten diskutiert werden.

In den Sendungen werden also ab dem 17. Juni jeden Dienstag von 22:00-23:00 Uhr* in vier Blöcken die Moderatoren und Gäste ihre Texte vorstellen, Erfahrungen austauschen,  Tipps geben, und jedes Mal einen Frischgemixten schlürfen.

Jutta Weber Bock hdm2

am 22. Juli ist Jutta Weber-Bock zu Gast. 

Wem es nun in den Finger kribbelt, auch mal in der wortbar auszuschenken, der melde sich unter wortbar@horads.de !

ACHTUNG neuer Sendeplatz ab dem 22.7.2014: dienstags von 21-22 Uhr Über horads 88,6 horads 88,6 ist das Campus-Radio für Stuttgart und Ludwigsburg. Das Hochschulradio bietet den Studierenden die Möglichkeit, das Medium Radio live und direkt kennenzulernen. Der Sender ist seit Anfang 2010 als „Lernradio“ lizenziert und sendet rund um die Uhr im Stadtgebiet Stuttgart mit eigener UKW-Frequenz (88,6 MHz) sowie weltweit über Live-Stream auf horads.de.

Im App Store und bei Google Play steht darüber hinaus die kostenfreie horads-App zum Download bereit.

Wir gratulieren

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unserem VS-Kollegen zu seinem Verdienstorden. 

Jörg Sommer, Schriftsteller und Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Umweltstiftung, hat  in einer Feierstunde von Ministerpräsident Winfried Kretschmann den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Mit dieser höchsten Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg würdigt die Landesregierung die Verdienste Sommers um den Umwelt- und Naturschutz und die kulturelle Kinder- und Jugendbildung als Autor von über 180 Jugendbüchern zu vielfältigen Themen.
Jörg Sommer (*1963) arbeitet seit seinem 16. Lebensjahr ehrenamtlich in vielen Funktionen für das Allgemeinwohl, seit 1982 engagiert er sich auch im Umwelt- und Naturschutz – zunächst im Rahmen verschiedener Bürgerinitiativen, später dann im Vorstand der Deutschen Umweltstiftung, deren Vorstandsvorsitzender er heute ist. Außerdem ist er in zahlreichen Jurys sowie Beratungsgremien der
Bundes- und Landespolitik aktiv. Er ist Mitherausgeber des JAHRBUCH ÖKOLOGIE und seit Anfang des Jahres auch Vorsitzender des Stiftungsrates der Freiburger Kant-Stiftung. Jörg Sommer ist verheiratet und Vater von vier Kindern, er lebt und arbeitet in Bad Friedrichshall.

Der sogenannte „Landesorden“ ist die höchste Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg. Der Ministerpräsident verleiht ihn für herausragende Verdienste, insbesondere im sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bereich. Weltweit darf es nur 1.000 Ordensinhaber geben.


Die Deutsche Umweltstiftung wurde 1982 u.a. von Hans Günter Schumacher, Dr. Erhard Eppler, Günter Grass, Professor Bernhard Grzimek und Horst Stern gegründet. Sie ist politisch und wirtschaftlich unabhängig und die größte deutsche Bürgerstiftung für den Umweltschutz: Mehr als 2.100 Menschen haben dazu beigetragen, sie über die Jahre hinweg aufzubauen.

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Aufs Äußerste Europa – Einladung zu den VS-Sommertagen nach Konstanz

Konzanzer+KonzilDas Kulturbüro der Stadt Konstanz,
und der Vorstand des VS laden euch, liebe Mitglieder, ein, an dem 

Internationalem Literaturfestival anlässlich der Sommertage des Verbands deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg 

vom 11.-14 September 2014
teilzunehmen. 

Veranstalter des internationalen Literaturvestifals ist das Kulturbüro Konstanz im Verband mit dem VS Baden-Württemberg. Das Festigal findet im Rahmen von 600 Jahre Konstanzer Konzil statt .

Die Tourist-Information hält ein Kontingent an Hotelzimmern für uns frei und bittet darum,
bis zum 30. Juni über diesen Link zu buchen.

Konstanz+Hafen

Geplant sind neben den öffentlichen Lesungen und Diskussionen für uns Mitglieder des Schriftstellerverbands am Samstag, den 13.09.2014 ein Empfang im Rathaus, ein Ausflug und eine Autorenparty ab 22.00 Uhr.

Das Programm ist ab 15.07.2014 online abrufbar.






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Aufs Äußerste, Europa!
11. – 14. September 2014

Internationales Literaturfestival anlässlich der Jahrestagung des Verbands deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg

Ist Europa am Rande des Nervenzusammenbruchs? Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Baden-Württemberg und ganz Europa laden dazu ein, Europa vom äußersten Rand her zu denken und einen Dialog zu wagen: Wo verorten wir uns in diesem Europa – künstlerisch, gesellschaftlich, menschlich? Was erwarten wir von ihm? Und ist es überhaupt noch zu retten?

In internationalen Tandem-Lesungen, Gesprächen und Diskussionen blicken die Autoren aus dem Herzen Europas in seine Randlagen und darüber hinaus: ins postsowjetische Russland, nach Armenien, Finnland, in die Ukraine und ins ehemalige Jugoslawien. Und stellen fest: Uns verbindet mehr als gedacht. Kriege, Gesellschaftsumbrüche, Familiengeschichten, moderne Arbeitswelten und vor allem eines: die Suche nach Wurzeln und nach neuen, funktionierenden Identitäten in einer globalisierten Welt.

Elf hochkarätige europäische Autorinnen und Autoren aus sechs Ländern konnten für das Literaturfestival gewonnen werden: 

Martin von Arndt (Deutschland), 
Andrej Chadanovič (Weissrussland), 
Alissa Ganijewa (Russland), 
Katja Kettu (Finnland), 
Mely Kiyak (Deutschland), 
Andrej Kurkow (Ukraine), 
Jagoda Marinic (Deutschland), 
Klaus F. Schneider (Deutschland), Tom Schulz (Deutschland), 
Dragan Velikić (Serbien), 
Joachim Zelter (Deutschland). 
An fünf Abenden und an unterschiedlichen Orten lesen sie aus ihren aktuellen Werken.

Veranstalter des Internationalen Literaturfestivals »Aufs Äußerste, Europa!« ist das Kulturbüro Konstanz in Zusammenarbeit mit dem Verband deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg. Das Festival findet im Rahmen von 600 Jahre Konstanzer Konzil statt.

Ihre Ansprechpartner im Kulturbüro

Angelika Braumann, Stellv. Leitung
Tel.: 07531 / 900 902
Fax: 07531 / 900 910
Angelika.braumann@konstanz.de

Timo Hartmann
Tel.: 07531 / 900 988
Fax: 07531 / 900 910
Timo.hartmann@konstanz.de
https://www.facebook.com/pages/Kulturb%C3%BCro-Konstanz/226978657367492

Thaddäus Troll nimmt an seinem 100. Geburtstag nicht teil

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Aber wir, die Stadt Stuttgart, die Stadtbibliothek, der VS-Baden-Württemberg, Weggefährten und Künstler, wir feiern und gehen auch hin. 

Die Reihe der Veranstaltungen ist lang. Den Veranstaltungskalender finden Sie hier auf der Seite der Stadt Stuttgart. Unter dem Link „Veranstaltungen“ finden Sie die Termine.

Thaddäus Troll wurde am 18. März 1914 als Hans Bayer in Cannstatt als Sohn eines Seifensieders geboren, der seinen Laden in der Martkstraße hatte. Bayer verstand sich als politisch aktiver Autor. Er unterstützte zusammen mit Günter Grass, Heinrich Böll und Klaus Staeck die SPD im Willy-Brandt-Wahlampf. 
„Haben Sie den Mut zu einer klaren Absage an den Staatskapitalismus, den Mut zum Widerstand gegen die Pressionen der internationalen Konzerne, den Mut zum Widerspruch gegen die Panikmacher, aber auch den Mut zur klaren Abgrenzung gegen die vom Modergeruch sozialistischen Aberglaubens umdünsteten Systemveränderer. Ihr Wähler erwartet von Ihnen eine Abkehr von der Mauschelei um Ämter als Sinekuren für ausgediente Funktionäre. Nicht das Parteibuch sollte als Fahrkarte zu Amt und Würden dienen. Die SPD kann sich erlauben, an den richtigen Platz den besten Fachmann zu setzen, auch wenn der kein Parteibuch hat.” (Hans Bayer 1974 vor der SPD Bundestagsfraktion)

Am 5. Juli 1980 nahm sich Hans Bayer, alias Thaddäus Troll, der an einer Depression litt, das Leben und wurde auf dem Steigfriedhof in Cannstatt beerdigt. Wer wurde 66 Jahre alt.

Troll saß für den Süddeutschen Schriftstellerverband ab 1959 im Rundfunkrat des Süddeutschen Rundfunks, war bis 1979 stellvertretender Rundfunkratsvorsitzender und danach als Vorsitzender des Fernsehausschusses der ARD ein wichtiger Förderer für Dialekt und junge Autor/innen im Hörfunk und Fernsehen. Von 1969 bis 1977 war er Vorsitzender des VS Baden-Württemberg, den er in den Gesamtverband deutscher Schriftsteller führte. Dort war er ab 1970 stellvertretender Vorsitzender.  

Ich bin entsetzt, Frau Lewitscharoff

Sybille Lewitscharoff
 Foto: Wikipedia 

Ich sage dies zu allererst in meinem eigenen Namen, zugleich aber auch als Vorsitzende des Verbands deutscher Schriftsteller Baden-Württembeg, wenngleich ohne dafür einen Auftrag von den Mitgliedern des Verbands bekommen zu haben. 

Ich bin entsetzt über die Rede, die die Büchnerpreisträgerin 2013, Sibylle Lewitscharoff, am Sonntag in Dresden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dresdner Reden“ gehalten hat. 

Die ehemalige Schülerin des Stuttgarter Heidehof-Gymnasiums hat dabei Worte gebraucht, die mir Angst machen. Und zwar, weil sie bestimmte Menschen zu „Nicht-Menschen“ erklärt. Nämlich solche, die aus künstlicher Befruchtung entstanden sind.

Zweifelhafte Geschöpfe
Abscheu äußerst Lewitscharoff für Kinder, die im Reagenzglas gezeugt wurden. Sie nennt sie „Halbwesen“, „zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas.“ Und weiter: „Das ist gewiss ungerecht, weil es den Kindern etwas anlastet, wofür sie rein gar nichts können. Aber meine Abscheu ist in solchen Fällen stärker als die Vernunft. Wie verstörend muss es für ein Kind sein, wenn es herausbekommt, welchen Machinationen es seine Existenz verlangt“. Um künstliche Befruchtung künftig zu verhindern, solle man Onanie verbieten.

Der Nazivergleich
Und wie vielen Menschen, die ihre Abscheu einem Verhalten gegenüber bekräftigen und sie rechtfertigen wollen, sucht sie einen Vergleich, der das vermeintlich Schändliche objektivieren soll, und findet ihn im Nationalsozialismus. „Angesichts dieser Entwicklungen kommen mir die Kopulationsheime, welche die Nationalsozialisten einst eingerichtet haben, um blonde Frauen mit dem Samen von blonden blauäugigen SS-Männern zu versorgen, fast wie harmlose Übungsspiele vor.“

Sexueller Fundamentalismus
Da kommt es fast harmlos daher, dass sie Sexualität, die nicht der Zeugung im Mutterleib dient, verboten sehen will, nämlich einen so harmlosen Akt wie Onanie. Was ist los bei uns? Ist das der Backslash religiös verquasten Fundamentalismus, der neuerdings in Baden-Württemberg schon dagegen zu Felde zieht, dass das Thema sexuelle Vielfalt in der Schule thematisiert werden soll? Dürfen wir das Andere in Deutschland neuerdings wieder unter Applaus reaktionärer Kreise rhetorisch aus dem Dorf jagen?

Wohin wird dieser Weg uns führen?

Der Chefdramaturg des Schauspielhauses, Robert Koall, hat einen Offenen Brief verfasst, den er mit den Worten beendet: „Ihre Worte sind nicht harmlos, Frau Lewitscharoff. Aus falschen Worten wird falsches Denken. Und dem folgen Taten. Deshalb sind es gefährliche Worte.“

Dem schließe ich mich an.
Christine Lehmann

P.S.: Ihre Rede dauerte eine Dreiviertelstunde und ist eine persönliche Schilderung ihres Verhältnisses zum Tod und zum Leben. Sie thematisiert vieles, bei dem viele von uns zustimmend nicken werden. Wie wollen wir sterben? Wie viele lebensrettende Maßnahmen sind notwendig. Mit Sprachmacht verunglimpft sie alles, was ihr zu eigenwillig, zu egoistisch, zu selbstbestimmt erscheint. Selber kinderlos geißelt sie die heutigen Wege von Paaren (auch lesbischen), sich einen Kinderwunsch zu erfüllen. Für Sie alles „Widerwärtigkeiten“, die vom „Teufel ersonnen“ sind.

Nein, Frau Lewitscharoff, es ist nicht leicht, die Dinge zu begreifen und das Andere zu verstehen. Und das Dilemma etwa von lebenserhaltenden Maßnahmen ist nicht zu lösen. Die Medizin ist ein Segen oder ein Fluch. Ja, wir muten uns viel zu, weil wir mehr technische Möglichkeiten haben, die von uns mehr Entscheidungen erfordern. In der Tat stellen uns pränatale Diagnosen einer schweren Erkrankungen vor schwierige Entscheidungen, für die weder wir persönlich noch unsere Gesellschaft genug Weisheit besitzen.

Aber alte Antworten helfen nicht. Wir können uns nicht in Zeiten zurückwünschen, in denen die Wissenschaft weniger Möglichkeiten der Heilung zu Verfügung stellte und Menschenleben – das von Kindern oder Alten – schwerer zu retten waren. Die Sehnsucht nach Einfachheit ist verständlich, aber sie ist einer Schriftstellerin nicht würdig. Wissenschaftsfeindlichkeit ist eine gefährliche Dummheit

Offener Brief 
Glosse in der Zeit

Rede im Wortlaut (43 Min) (Was mich entsetzt, sagt sie ab etwa 17 Minuten vor Ende)

SCHRIFTSTELLEN – Hommage an Thaddäus-Troll

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Literarische Geburtstagsfeier zum 100. Geburtstag mit Trägern des Thaddäus-Troll-Preises

18. März 2014 

17.00 bis 21.00 Uhr
Stadtbibliothek am Mailänder Platz Stuttgart, Max-Bense-Saal

Thaddäus Troll hat sich Zeit seines Lebens für die Förderung von Schriftstellerkollegen und – Kolleginnen eingesetzt. Der Thaddäus-Troll-Preis, der jährlich vergeben wird, trägt daher seinen Namen. 

Die Preisträger Martin von Arndt, Thommie Bayer, Anna Breitenbach, Michael Buselmeier, Martin Gülich, Matthias kehle, Carmen Kotarski, Annette Pehnt, Walle Sayer, Susanne Stephan, Markus Weber, Rainer Wochele, Eva Christina Zeller und Joachim Zelter laden zu einem Lesemarathon ein und lesen aus neuen Texten. 
Grußwort: Eleonore Lindenberg
Eine Veranstaltung des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Stuttgart, dem Stuttgarter Schriftstellerhaus und dem Verband deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg.

Soeben erschienen – Carsten Otte

Otte+Carsten+wir M

Warum wir
Klöpfer & Meyer

Hier der Pressetext des Verlags:
Ein Paar zwischen der Sehnsucht nach dem eigenen Kind und der Wirkmacht pränataler Diagnostik. Hin- und hergerissen im verzweifelten Versuch, weder die Gerätemediziner noch den lieben Gott über ein Leben auf Erden entscheiden zu lassen. Welch ein Dilemma, welch tragische Überforderung. Ein Sozialdrama. Ganz aus der Sicht des Vaters: Eine Art »Schauer«-Roman, wie ihn das Leben schreibt.

Ein sommerlicher Tag am Baggersee. Es schmeckt nach Pommes, Kinder spielen im Wasser. Jan und Nina genießen das Familienidyll. Er freut sich, zum ersten Mal Vater zu werden, und sie ist glücklich, dass ihre dritte Schwangerschaft gut verläuft. Eher beiläufig erwähnt Nina einen Termin: Babyfernsehen und Bluttest, sagt sie, dann sind wir auf der sicheren Seite. Doch die Ultraschall- bilder liefern erste Hinweise auf Fehlbildungen. Nach quälenden Untersuchun- gen steht die Diagnose fest: Trisomie 13, Pätau-Syndrom. Und jetzt? Was tun?
Nina möchte ihr Kind abtreiben. Jan aber will seine Tochter nicht aufgeben. Ein Alptraum beginnt.
Wer hat das Recht, sagt er, den Tod des Kindes zu beschließen? Aber soll das behinderte Kind, sagt sie, auf die Welt kommen, um womöglich zu leiden? Beide Argumente greifen nicht – und verschwimmen in Tränen.

»Carsten Otte nähert sich seinem traurigen Romanhelden mit großem Einfühlungs- vermögen. Seine besondere Kunst besteht darin, das Leid und die Sorgen der Menschen in virtuos unterhaltsamer Sprache einzufangen. Und weil der Autor gerade in düsteren Szenen die komischen Momente herausarbeitet, ist es eine unheimliche Freude, Carsten Otte zu lesen.« Jochen Schimmang

Carsten Otte
1972 in Bonn geboren, studierte Philosophie in Berlin und lebt als Radiojournalist und Buchautor in Baden-Baden. 2004 erschien mit gehörigem Erfolg sein Debütroman »Schweineöde«. Es folgten Prosatexte in Anthologien und Zeitschriften und der Roman »Sanfte Illusionen« (2008) und der Essay- band »Goodbye Auto« (2009). Carsten Otte wurde vielfach gefördert, etwa durch das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg und zuletzt für die Arbeit am neuen Roman »Warum wir«, vom Land Schleswig-Holstein.
www.carsten-otte.com

Manifest der europäischen Buchbranche zu den Europawahlen

VS+Schillers+Reisefede

Bücher sind maßgebend für Teilhabe

Der europäische Autorenverband EWC, die Verlegerföderation FEP und die europäische Buchhändlervereinigung EBF legen anlässlich der Europawahlen 2014 ein Manifest vor − für das Buch als Transportmittel demokratischer Werte. Einige Forderungen:  Ein einheitlicher Steuersatz für gedruckte und digitale Bücher, ein faires Urheberrecht und einen fairen Wettbewerb. 

„Bücher verbreiten Ideen, nähren den Geist und lassen die Meinungsfreiheit wahr werden“, heißt es zu Beginn des gemeinsamen Manifests vom European Writers‘ Council (EWC), der Federation of European Publishers (FEP) und der European Booksellers Federation (EBF). Die Bürger müssten Zugang zu Büchern haben, um die demokratischen Werte Europas nachvollziehen zu können. Bücher seien maßgebend für die Europäer, um am wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Leben teilhaben zu können. Das gelte insbesondere in Zeiten der Wissensgesellschaft …“

Der neue Normvertrag für Autoren und Verlage

Normvertrag

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der VS haben den Normvertrag für Verlage und Autoren unterschrieben. 

Dies ist eine der Gründe, warum es einen starken VS geben muss und er für die Autorinnen und Autoren in Deutschland gut ist. Der VS in ver.di ist der Verhandlungspartner für den Buchhandel und die Verlage. Er handelt zum Beispiel die Normverträge aus, die Verlage mit Autoren schließen sollten.

Hier der Link zum Normvertrag.
Er steht aber auch dauerhaft auf unserer Seite unter dem Link rechts oben.

Neu überlegt wurde Paragraf 8. Es geht um die Frage, wann darf die Autorin oder der Autor den Verlag mahnen, das Werk wieder lieferbar zu machen. Und darum, dass die verfügbare E-Book-Ausgabe den Verlag nicht gänzlich von der Lieferbarkeit der Printausgabe enthebt, was für ihn ein Trick sein kann, den Vertrag immer weiterlaufen zu lassen. (E-Books erzeugen ja keine Lagerkosten.)  Autor/innen müssen ihre Rechte zurückbekommen können, wenn für sie nichts mehr getan wird und das gedruckte Buch nicht mehr lieferbar gehalten wird. Darauf sollten Autor/innen achten, wenn sie einen Verlagsvertrag schließen. Im Kern wird nun geregelt, dass die Autor/innen ihre Rechte am Buch zurückbekommen, wenn der Verkauf von E-Book-Ausgaben innerhalb von zwei Jahren unterhalb einer festgesetzten Mindestmarke bleibt.

VS Baden-Württemberg